Berufe in der Videospielbranche – Nr.5 Sounddesigner

Hey Leute! Kommen wir heute zum fünften Teil der Artikelserie »Berufe in der Videospielbranche«. Diesmal geht es um den Audio-Spezialisten bzw. den Sounddesigner, der die ganzen Soundeffekte, Loops, … einfach alle Musikstücke komponiert bzw. mixt und dann in das Spiel integriert.
Was bringt einem Spiel die leistungsfähigste Engine, wenn das Game durch unpassende und unrealistische Geräusche hinterlegt wird. Erst der Sound im Spiel schafft die Atmosphäre! Aus diesem Grund gibt es die Audio-Spezialisten in dieser Branche. Sie kümmern sich um jeden Ton im Spiel, und überlegen sich, wie man welche Garäusche authentisch nachahmt. So wie die Musik zu Filmen entstehen auch so die Musikstücke zu Videospielen. Als aller erstes besprechen Sounddesigner mit dem Regisseur oder dem Dramaturgen, welche Richtung das Spiel eingentlich einschlagen soll. Das ist sehr wichtig, da es sonst total missverstanden wird.
Krasses und einfaches Beispiel: Ein Ego-Shooter braucht eine andere Musikrichtung wie Puzzle- oder Denkspiele. Nach diesem Leitmotiv überlegen sich die
Audio-Spezialisten, mit welchen Instrumenten oder Gegenständen sie
einen Ton wiedergeben
können.
Es wird großen Wert darauf gelegt, dass man die Musik mit verschiedenen Instrumenten umarrangieren kann. Sie müssen genau feststellen können, in welchem dramaturgischen Punkt sie gerade arbeiten. Zum Beispiel wann sich die Effekte von einer Schleichpassage in eine Verfolgungsjagd ändern.
Eine wichige Vorraussetzung für diesen Beruf ist ein sehr gutes Wissen über die Audio-Technik und natürlich ein entsprechend gutes Gehör. Denn man muss schon sehr genau wissen, wie sich später die einzelnen Töne anhören sollen. Einer der schwierigsten Aufgaben des Sounddesigners ist, abstrakte Geräusche nachzuahmen. Mit viel Fantasie kann man da schon eine ganze Menge machen! Folgendes Beispiel: Ein guter Designer imitiert das Aufbrechen der Erdkruste mit einem Blatt Papier, das er langsam in der Hand zerknittert und eine Oktave tiefer legt.
Um in der Branche als Sounddesigner, Komponist oder Geräuschemacher zu landen, ist es vorteilhaft Beziehungen zu Programmierern oder Mitarbeiter von Entwicklerstudios haben. Zugangsvoraussetzungen: Im idealfall hat man ein Instrument gelernt oder sogar studiert, kann Partituren lesen und komponieren.
Er muss in der Lage sein, andere Kompositionen zu verändern.
In der Regel sieht der Einstieg in etwa so aus: Studium, eine neunmonatige Ausbildung zum Soundtechniker oder eine dreijährige Ausbildung zum
Rundfunk- und Fernsehtechniker mit dem Schwerpunkt Audio
.
Die Film- und Spielebranche sind eng miteinander verbunden, daher ist es kein Problem von der Branche in die Filmindustrie zu wechseln. Wer sich aber nun wirklich für diesen Beruf entscheidet, braucht Durchhaltevermögen und eine Affinität zu dem, was er tut.

(© Bild: http://www.soundeffects.ch/)


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