Berlin weiterhin ohne “ordentlichen” Religionsunterricht

Frank Henkel, CDU Berlin

Frank Henkel, CDU Berlin

Was wir als Erfolg des Volksbegehrens 2009 fei­er­ten und fei­ern, stößt natür­lich den Kirchen sauer auf. Jetzt kommt zu der Enttäuschung aus ’09 die nächste Schlappe hinzu: obwohl die CDU nun in Berlin mit an der Macht ist, konnte sie sich mit ihrer Forderung, den Religionsunterricht zu einem ordent­li­chen Lehrfach machen zu wol­len, in den Koalitionsverhandlungen nicht durch­set­zen.

Die Mehrheit der Berliner will die Beibehaltung des Status quo; es wäre ein Aushebeln des Wählerwillens “durch die Hintertür” gewe­sen, hätte sich Henkel und Mannen durch­ge­setzt; ver­nüf­tig, dass die SPD dies erkannte und ver­hin­dern konnte.

Selbstverständlich fin­det das nicht aller­or­ten Beifall; Andere nen­nen die Abwehr von unde­mo­kra­ti­schen und gegen die Mehrheit gerich­te­ten Vereinbarungen dann auch schon mal “feh­len­den Fortschritt”:

Der Drang zur Macht war ein­mal mehr stär­ker als das „C“ im Parteinamen: Berlins CDU hat die Koalitionsvereinbarung mit der SPD am Montagabend ein­stim­mig ange­nom­men – und damit feh­lende Fortschritte beim Thema Religionsunterricht in Kauf genom­men um ins Rote Rathaus zurück­keh­ren zu kön­nen. [Quelle]

Und wo die Tatsachen dafür spre­chen, dass die Notwendigkeit von (zumin­dest christ­li­chem) Religionsunterricht man­gels Interesse immer gerin­ger wird, jam­mern CDU und Kirche uni­sono über feh­lende Gelder:

Der Schuldezernent des Erzbistums Berlin, Hans-Peter Richter, erklärte, dadurch sei der katho­li­sche Religionsunterricht jetzt mas­siv gefähr­det. Zur Begründung führte er an, dass die Landesmittel dafür auf dem Stand von 2002 ein­ge­fro­ren seien und mitt­ler­weile weni­ger als die Hälfte der Kosten deck­ten. Unter die­sen Umständen müsse die Kirche ihren Unterricht im kom­men­den Jahr „in gra­vie­ren­der Weise her­un­ter­fah­ren“. [Quelle wie oben]

Es muss die Frage gestat­tet sein, wes­halb der Staat, der Steuerzahler mehr aus­ge­ben soll für immer gerin­ge­ren Bedarf an Lehrern und Schulstunden. Und; noch viel gene­rel­ler: wes­halb Staat und Steuerzahler über­haupt für reli­giöse Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen auf­kom­men sol­len?

 Nic


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