Behörden seit 2000 über NSU-Rechtsterroristen informiert

Dank eines Whistleblowers wurde jetzt ein neues Dokument bekannt, wonach staatliche Behörden schon im Jahre 2000 über die Existenz und die Gefährlichkeit der NSU informiert waren, und zwar vor dem ersten Mord im September 2000.

Dieses Dokument, ein Schreiben des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz, löste Überwachungsmaßnahmen aus: Die Operation Terzett, über die die beiden Landeskriminalämter und Verfassungsschutzämter in Sachsen und Thüringen sowie die Terrorabteilung des Bundesamtes für Verfassungsschutz informiert wurden. Dienstherr und damaliger Innenminister: Otto Schily, SPD, der trotz der (nun dokumentierten) Erkenntnisse seiner Behörden beim Kölner Nagelbombenanschlag am 9. Juni 2004 einen rechtsradikalen Hintergrund ausgeschlossen hatte.


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