Aufbrüche — Bilder aus Deutschland

Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum: Aufbrüche – Bilder aus Deutschland (Foto: Rudolf Holtappel, Duisburg, 1959, © Rudolf Holtappel)Das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum präsen­tiert ab 13. Juli eine Zusammen­schau von Foto­grafien aus der Sammlung Fricke, die sich dem Leben in der Bundes­republik und in der DDR zwischen Nach­kriegs­zeit und Wieder­vereinigung widmen. Neben bekannten foto­grafischen Doku­men­taristen wie Robert Lebeck, René Burri oder Sibylle Berge­mann umfasst der Sammlungs­bestand auch Aufnahmen von Vertretern der jüngeren Foto­grafie.

Ausstellungsbeschreibung

“Samstagswäsche!” lautet der Titel einer Aufnahme, die die sorgfältige und liebevolle Reinigung des ersten eigenen VW-Käfers im Hinterhof einer Industriekulisse zeigt. Mit Recht ist man stolz auf diesen Besitz. Sind es doch gerade erst ein paar Jahre, dass die Schuttberge weggeräumt wurden und die am Boden liegende Wirtschaft wieder in Gang gekommen war. Ein bescheidener materieller Wohlstand macht sich bemerkbar in den Fotografien der 1950er Jahre.

Mit etwa 110 Fotografien aus der Privatsammlung Fricke, allesamt dem Thema Deutschland gewidmet, umfasst die Ausstellung “Aufbrüche – Bilder aus Deutschland” die Zeit des Neuanfangs in den Ruinen, des Wirtschaftswunders, das Leben im zweigeteilten Berlin und den Alltag in der jungen bundesdeutschen Republik. Auch das aufkeimende politische Bewusstsein der Endsechziger und 1980er Jahre findet seinen Widerhall in den Exponaten, die mit dem historischen Moment der Wiedervereinigung abschließen.

Neben berühmten fotografischen Wegbegleitern dieser Zeit wie Robert Lebeck oder Barbara Klemm ist René Burri als Beobachter von außen vertreten. Sibylle Bergemann und Arno Fischer waren nicht nur Vorbereiter der DDR-Fotografie, sondern zählen ebenso zu den großen deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert zudem Vertreter der jüngeren Fotografie, deren frische Sujets einen zusätzlichen Blick auf das große Thema werfen. Als Meilensteine des Fotojournalismus sind einige der gezeigten Werke mittlerweile fest im Bildgedächtnis vieler Menschen verankert.

Es ist eine sehr persönliche Zusammenschau des Sammlerehepaars Fricke und der  Kuratorin Sylvia Böhmer, die 30 Fotografen und ihre Werke aus dem umfangreichen Sammlungskonvolut ausgewählt haben. Auch wenn die Fotografien ihren dokumentarischen Charakter nicht verleugnen, steht immer das authentische Einzelfoto im Fokus der Präsentation: das inhaltlich wie formal überzeugende Bild.

Die Fotografien werden mit der Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Quelle: Suermondt-Ludwig-Museum Aaachen

Wann und wo

Suermondt-Ludwig-Museum
Wilhelmstraße 18
52070 Aachen

13. Juli bis 6. Oktober 2013

Eröffnung am Freitag, 12. Juli 2013 um 20:00 Uhr
in Anwesenheit der Sammler Christiane und Karsten Fricke und mit einer Einführung des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen, Marcel Philipp.


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