Arms

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7Beat'em Up

Der Anfang eines Konsolenzyklus ist immer besonders spannend, da Publisher willens sind in neue IPs zu investieren, welche die neuartigen Möglichkeiten eines Systems demonstrieren. Im Fall der Nintendo Switch ist ein solcher Titel ARMS und in der Tat seit dem Launch eigentlich der erste wirklich exklusive Nintendo-Release. 

Als neue Nintendo IP liefert ARMS auf den ersten Blick alles das, was man sich erwarten darf: Verrücktes Gameplay, charismatische Präsentation und einfach Spaß. Es handelt sich um eine Art Prügelspiel: Der Spieler kontrolliert die Arme der Protagonisten um sich mit exzentrischen Gegenspielern in speziellen Arenen die Fäuste um die Ohren zu hauen. Das Besondere dabei ist, dass die Arme enorm elastisch sind und der Spieler so die Gelegenheit hat, die Flugbahn der Fäuste auf dem Weg zum Ziel zu beeinflussen. Man drückt also nicht nur auf irgendeinen Schlagknopf, sondern justiert die Flugbahn nach taktischer Willkür.

Interessant ist dabei, dass Nintendo nach langer Motion-Abstinenz in der Wii U-Era nun wieder den Reiz des Schemas wiederentdeckt. Der Spieler kann beide Switch-Controller in die Hände nehmen und das Spiel komplett über seine Bewegungen kontrollieren. So boxt man in die Luft und dreht die Faust leicht, um den „Schusswinkel“ zu korrigieren. Das Ganze funktioniert hervorragend und lädt zum Erlernen ein. Tatsächlich kann man ARMS aber auch mit einem klassischen Schema über Control-Sticks steuern und merkt dabei eine gewisse Überlegenheit in Sachen Präzision. So oder so funktionieren die Bewegungskontrollen aber bestens und sind aufgrund der Neuheit durchaus empfehlenswert.

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Das Grundkonzept macht Laune, die Charaktere sind bunt und verrückt. Eigentlich ist der erste Eindruck, den ARMS hinterlässt, sehr positiv. Doch nach wiederholtem Durchspielen sind doch einige Mängel nicht von der Hand zu weisen: Einerseits fehlt es dem Spiel an Tiefgang. Zwar kann der Spieler die Fäuste seiner Spielfiguren mit unterschiedlichen Gadgets ausstatten und hat so Zugriff auf ein leichtes Taktik-Element, aber in Wahrheit wertet dies den immer gleichen Ablauf nur leicht auf.

Prügeln, Grab-Attacke ausprobieren, blocken und eine Spezialattacke aufladen – viel mehr ist nicht dran. Es fehlt einer Runde an Dramaturgie. Für kurze Sessions macht das nichts, nach ein paar Stunden wird allerdings spürbar, dass sich die Abwechslung wahrlich in Grenzen hält.

Da hilft es nicht, dass es an Spielmodi gerade mal das Notwendigste zu finden gibt. Besonders die Bonusrunden, die einen Tournament-Durchlauf durchmischen sollen, sind sehr eintönig ausgefallen. Bei einer Basketball-Version greift man den Gegner, der dann automatisch ins Netz befördert wird – wieder und wieder und wieder, ohne Variation. Immerhin hat Nintendo dem Spiel aber einen ordentlichen Online-Modus spendiert, in dem die Stärken des Spiels viel besser zur Geltung kommen, da man Gegenspieler mit taktischen Manövern und Bluffs auf Trapp halten kann.

Alles in allem ist ARMS ein ordentlicher erster Versuch, ein wenig Innovation auf die Switch zu bringen. Das Spiel macht von den Möglichkeiten des Systems hervorragend Gebrauch, es fehlt dem Ganzen nur ein wenig an Tiefgang und Langlebigkeit – alles Aspekte, die in der Regel in diesem Genre von Sequels in Ordnung gebracht werden. Bis dahin bietet ARMS allerdings auch so eine Menge an einzigartiger Unterhaltung.

Plattform: Switch (Version getestet), Spieler: 1-4, Altersfreigabe (PEGI): 12, Release: 16.06.2017, arms.nintendo.com


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Autor

Florian Kraner

Aufgabenbereich selbst definiert als: Pixel-Fachmann mit Expertenausweis. Findet ”Das Fürchterliche muß sein Gelächter haben!” zutreffend.


 
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