Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages

Die von der Arbeit der Andereren Abhängigen fordern die Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages. Wieder einmal. Und wieder einmal scheint sich auf Seiten der 'Anderen' kaum jemand daran zu stören.
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
Marie von Ebner Eschenbach (1830-1916)
Es kostete einst unseren Vorderen viel Blut und Schweiß, erzeugte bei ihnen Tränen und Leid, um sich diese soziale Errungenschaft zu erkämpfen. Doch das Erbe ist den Erben nicht würdig. Sie verschenken es nahezu bereitwillig. Leichtgläubig, unfähig und verantwortungslos - wohlgemerkt ohne nennenswerten Widerstand - geben sie ihr Erbe denen her, die die alten Zeiten vor dem Erbe wieder herstellen wollen.
Doch bevor ich heute, am letzten Tag meines Jahresurlaubs - ich habe diese Zeilen vorm Urlaub verfasst - euch mit irgendwelchen Erklärungsversuchen auf eure Säcke gehe, lasse ich die Karikaturisten sprechen:
Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages Arbeitgeberverbände sind sich sicher: Technologischer Fortschritt und die damit verbundene Erhöhung der Produktivkraft sind Hirngespinnste von Verschwörungstheoretikern! Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages In unserer hochzivilisierten Gesellschaft sind immer noch die Besten die Chefs. Weil sie nun mal so "clever" (dt. für klug, gemeint sind aber so unterschiedliche und dennoch miteinander verwandte Begriffe wie hinterlistig, besonders kriminell, falsch, Bauernschläue, betrügerisch, unehrlich,...). Nur die Besten beherrschen die höhere Mathematik (der "Cleveren")... Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages Sarkasmus pur (Realsarkasmus gibt es nicht. Das wäre dann sozusagen doppelt gemoppelt) Arbeitgeber fordern Abschaffung des Acht-Stunden-Arbeitstages Manchmal scheint man sich auch Mitleid schwer erkämpfen zu müssen. Halt, zurück! Denn die Dummheit schamlos ausnutzen zu können, erfordert nun mal keinen nennenswerten Kampf gegen die Dummen.
P.S. Die Unternehmer verlangen schon deshalb nach der derzeitigen Fachkräfte-Welle, um euch die Aufgabe eures historischen Erbes noch 'schmackhafter' machen zu können. Eure Kinder und Enkel werden es euch - hoffentlich - zu danken wissen. Kauft euch deshalb lieber keine Grabsteine. Die lassen sich auch in Zukunft unschwerlich anpissen. Mit anonymen Gräbern soll sich das allerdings anders verhalten. Naja, Hand auf's Herz, die passen dann auch sehr viel mehr zu euch Gestorbenen.

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