Angekommen

Ich bin wieder in Deutschland, genauer: in Dresden. Pünktlich und ohne Probleme bin ich in Frankfurt gelandet, wo mich mein Papa abgeholt hat.

In Gedanken habe ich allerdings Dresden noch nicht erreicht. Wenn ich raussehen, gehe ich davon aus, dass ich den Bahnhof Hiyoshi sehe.

Ansonsten kann ich mir die Nachrichten nicht so richtig ansehen. Es ist eben nicht mehr das Land „am anderen Ende der Welt“, es war für mehr als 6 Monate eine Heimat für mich. Ganz besonders denke ich im Moment an meinen Mitbewohner Nicola. Er hat nicht so schnell einen Flug bekommen und versucht nun erst einmal nach Osaka zu kommen. Osaka ist nicht nur doppelt so weit weg von Fukushima wie Tokyo, auch soll von dort der Flugverkehr noch regelmäßiger verlaufen. Ich hoffe, er antwortet bald auf meine Anfrage.

Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben. Auch wenn ich im Moment noch traurig über dieses Ende meines Traumes bin, so bin ich doch dankbar, erst einmal nicht mehr neben einer Atombombe zu sitzen (ich weiß, dass der Vergleich aus physikalischer Sicht nicht korrekt ist, aber was tut man nicht alles, für eine spektakuläre Formulierung).



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