Alkohol ist auch keine Lösung

Ich liebe diesen Song: „(Kein) Alkohol ist auch keine Lösung“. Doch gerade im letzten Jahr habe ich (zum Glück) erkannt, dass an diesem Satz jede Menge Wahrheit ist – wenn man das „Kein“ weg läßt.

Viel zu leicht fällt es, Kummer, Sorgen, schlechte Gedanken mit einem schönen Glas Wein oder nur so einem Bier runterzuspülen. Meist bleibt es aber nicht dabei. Und um so mehr Alkohol man trinkt, um so rosiger sieht die Welt plötzlich aus. Nur das eigentliche Problem ist damit nicht aus der Welt und die Nöte am nächsten Tag noch genauso groß. Aber man könnte natürlich wieder versuchen, mit einem kleinen Schluck Alkohol alles besser zu machen und so weiter und so weiter.

Das letzte Jahr war krass und ich gestehe: den Drang habe ich immer noch ab und an. Wenn es mir mies geht, ich gerade keinen Ausweg finde, auf mich und die Welt so richtig wütend bin – dann ist der Griff zu irgendeiner Flasche leicht. Um so stolzer bin ich, dass ich das erkannt habe und mich bemühe „mit Verstand“ zu trinken. Also in solchen Situationen gar nicht 😉

Und doch sitze ich hier mit einem Glas Wein, ärgere mir gerade ein Loch in den Bauch über eine Situation, die ich nicht beeinflussen kann und über die ich auch nicht schreiben darf. Ich habe überlegt, ob ich noch Alkohol im Haus habe, damit ich mit René nach seiner Spätschicht „noch einen trinken“ kann. Und was würde uns das bringen? Würde sich an der entstandenen Situation, würden sich die betreffenden Menschen ändern? Natürlich nicht…

Aber warum dann jetzt das Glas Wein? Weil ich eigentlich kochen wollte. Und dabei genieße ich es, meine Gedanken schweifen zu lassen und ein Glas zu trinken. Ein Glas, mehr nicht. Und genießen. Ganz bewußt. Nicht, um Kummer zu ertränken. Das ich nun zum PC gewechselt bin und erst einmal schreibe, hat sich irgendwie so ergeben. Nun ja – sicher wäre ich sonst geplatzt und die Sauerei wollte ja niemand im Kochtopf.

Sowieso eigenartig: ich habe immer wieder plötzlich den Drang zu schreiben, ohne zu wissen, über was eigentlich. Und dann strömen die Worte aus mir heraus und füllen nach und nach die Seite. Dabei ist zweitrangig, ob das jemals Jemand lesen wird und was die Meinungen darüber sind. Aber ich muss dann genau in diesem Moment meinen Kopf leer bekommen. Auch, damit ich diesen nicht sinnlos mit Alkohol zuschütte.

Der Tag war heute so abwechslungsreich, wie er nur sein kann…

Ein, zwei „negative“ Dinge auf Arbeit.

Dafür aber endlich den Kundenservice von O2 erreicht, sogar, nach Tagen, Hilfe bekommen und somit fast 100 EUR zurück. Und dann ist da noch die Sache mit dem Brief von der Rentenkasse: Michelle´s Halbwaisenrente wurde erhöht um fast 10 EUR. Klingt nicht viel, aber auf die Dauer ist ihr Taschengeld gerettet.

Oft ist es schwer, das Positive in so einem Tag zu sehen. Das Negative frisst sich in die Gedanken und will einfach nicht wieder daraus verschwinden. Und doch habe ich zum Glück einen Mann an meiner Seite, der mir genau das gerade bei- bzw. wieder näherbringt: „Schieb das Negative weg und sieh das Positive. Für den Rest finden wir schon einen Ausweg!“

Aber das Wichtigste… Alkohol ist auch keine Lösung… ebenso, wie alle anderen so hilfreich erscheinenden „Mittelchen“…


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