Abgecheckt: Survival-Kits

Abgecheckt: Survival-Kits

Abgecheckt: Survival-Kits

Egal, ob man zu einer Bushcraft-Tour oder zu einer normalen Wanderung aufbricht, für den Notfall sollte vorgesorgt werden. Die meisten Trekker gehen davon aus, dass sie oder die Begleiter sich vielleicht verletzen könnten und packen daher ein Erste-Hilfe-Set mit ein. Ein kleines Survival-Kit sollte aber trotzdem dazu, kann man sich doch auch hierzulande schnell mal verlaufen oder verloren gehen. Ja selbst, wenn man die Tour schlecht geplant hat und bis zum Einbruch der Dunkelheit das Etappenziel nicht erreicht hat, ist solch ein Kit Gold wert.

BCB Essential Survival Kit - Größenvergleich

BCB Essential Survival Kit – Größenvergleich

Dabei geht es oft noch nicht mal darum, den richtigen Weg zu finden. Eher ein Feuer in einer kühlen Nacht und ein natürlicher oder improvisierter Unterschlupf heben erheblich die Stimmung. Sollte man durchnässt durch Regen sein, kann man sich hier aufwärmen und den Akku wieder aufladen.

Auch im urbanen Gebiet kann solch ein Kit nicht schaden. Gerade wenn man nur an einen längeren Stromausfall denkt oder wenn nachts auf der Landstraße ein Baum umknickt, die Straße unpassierbar mach und das Handynetz nicht funktioniert. Auch so etwas profanes wie ein platter Reifen kann in manchen Gegenden dazu führen, eine unruhige Nacht im Nirgendwo zu verbringen.

Also sollte ein Survival-Kit immer ins Gepäck, egal wo man sich gerade aufhält! Nachdem wir in der Ausgabe 1 ein eigenes Kit gepackt haben, ging es jetzt an die käuflich zu erwerbenden Kits. Was können diese kleinen Packs? Sind sie wirklich für den Notfall geeignet oder sind es nur coole Gadgets, die auf der aktuellen Survival-Welle mitschwimmen.

Survival Kit Extrem

Survival Kit Extrem

Wir haben uns fünf dieser Kandidaten angesehen, die preislich recht günstig die Fünfzig-Euro-Marke nicht überschreiten und dabei so handlich sind, dass sie problemlos im Rucksack ihren Platz finden oder auch schnell mal in der Cargotasche der Hose oder einer EDC-Gürteltasche verschwinden.

Coghlan’s Survival-Kit
Sturm Mil-Tec Survival-Kit Alu-Box
Gerber Bear Grylls Ultimate Survival Kit
BCB Essential Survival Kit
Survival Kit Extrem

Wie haben wir getestet
Die typischen Outdoorarbeiten musste jedes Kit über sich ergehen lassen. Holz wurde bearbeitet, Feuer gemacht, mit Schnüren gebastelt und unterwegs die Himmelsrichtungen bestimmt. Dennoch wurde es recht schwierig oft eine wirkliche Bewertung herauszuarbeiten, da viele Tools, die in den Kits enthalten waren, gleich oder ähnlich waren. Die Qualität befand sich aber zumeist in der gleichen Kategorie. Da wurde es mit dem Bewerten schon recht schwierig.
Gerber Bear Grylls Ultimate Survival Kit

Gerber Bear Grylls Ultimate Survival Kit

Für die Breitengrade in Mitteleuropa waren alle Kits geeignet. Wie das für lebensfeindliche Gebiete aussieht, ist da schwierig zu bewerten, da jedes dieser Gebiete eigene widrige Vorraussetzungen hat. Dementsprechend mussten Bewertungskriterien her, die alle Packs untereinander vergleichbar machten. Es musste entschieden werden, ob es schwerwiegender ist, wenn eine essentielles Tool im Kit nicht vorhanden ist, oder dass mehrere zusätzliche Items vorhanden sind, die den Mehrwert zwar erhöhen, aber nicht überlebenswichtig sind. Unserer Meinung war das Fehlen eindeutig schwerwiegender.

Zudem wurde die objektive Vergleichbarkeit der Kits hakelig. Das große Survival Kit extrem mit dem kleinen Coghlan’s Survival Kit zu vergleichen, ist ungefähr so, als wenn man eine Limousine oder ein SUV mit einem Kleinwagen vergleicht, der nur die Grundausstattung besitzt. Daher sollte man die obligatorische Punktebewertung nicht als Maß aller Dinge sehen. Denn Hilfe beim Überleben bieten alle fünf Kits. Es ist auf jeden Fall besser eines dieser fünf Kits im Gepäck zu haben, als gar nichts. Der Vorteil der kleinen Kits ist eindeutig das Packmaß. Ein Kit fürs EDC ist dann gut wenn es winzig klein ist. Dass es nicht alle Bereiche im Überleben optimal abdeckt, sollte klar sein.

Testergebnis
Ein Testergebnis zu finden, fiel hier besonders schwer. Alle Survival Kits geben einem Hilfsmittel an die Hand, um in einer Notsituation überleben zu können. Dabei kochen alle Kits am Ende nur mit Wasser und bieten ähnliche Tools für die gleichen Situationen an. Dabei schneidet Bear Grylls’ Kit von Gerber von der Qualität am Besten ab. Der fehlende Kompass und die die nicht optimale Wasserdichtigkeit kosten hier Punkte. Auch ist die UVP relativ hoch. Im Internet gibt es das Kit schon deutlich preiswerter.
Mil-Tec Survival-Kit Alu-Box - Inhalt

Mil-Tec Survival-Kit Alu-Box – Inhalt

Alle anderen Kits liegen qualitativ gleichauf. Hier ist halt das Problem, dass scheinbar alle Kits auf ähnliche oder gleiche Produkte eines Herstellers zurückgreifen. Dabei steht auch jedes Kit irgendwie für ein anderes Konzept. Bei Coghlan’s ist das absolut kleine Packmaß das Ziel. Es hat zwar nicht die gleiche Ausstattung, punktet aber mit eigenen Ideen und ist prädestiniert für den EDC-Bereich.

Eine Ecke größer sind Sturm und BCB. Beide sind noch in der Cargotasche einer Hose tragbar und wenden sich eher an den Wanderer abseits der Wege, der schon ein wenig mehr Bushcraft-Erfahrung besitzt. Dabei liefert Sturm das Kochgeschirr gleich mit und BCB bietet ein großes Wasserreservoir.

Das Survival Kit Extrem ist dann nichts mehr für immer dabei. Es eignet sich eher für den Rucksack, die Umhängetasche oder im Kofferraum des Autos. Daher deckt es aber auch eine wesentlich höhere Bandbreite ab und sichert das Überleben auch bei widrigen Wetterumständen.

Trotzdem zeigte uns der Test, dass so das wirklich hochwertige Kit in dieser Preisklasse nicht zu finden ist. Viele Tools in den Kits wirken auf dem ersten und zweiten Blick nicht so hochwertig, wie man das gerne hätte. Bear Grylls’ Kit geht da schon in die richtige Richtung. Dennoch ist auch dieses nicht perfekt. Alle Kits sollte man lieber nachträgliche ein wenig erweitern. Vor allem sollten Wasserentkeimungstabletten hinzu. Diese fehlen bei allen Kits. Auch die Schneidwerkzeuge sollten man bei fast allen ersetzen.

In diesem Sinne sind alle Kandidaten als Grundstock zu sehen, die man an die eigenen Bedürfnisse anpassen sollte.


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