5.5.2010: Was Positives

Hallo Alle.

Lapis und andere missgönnen mir mein unverdientes Phlegma und pochen auf neuen Miszellen. Meine Antwort in allen Fällen lautet: Ja, ja.

Eigentlich ging ich schon länger mit einer absolut unlustigen Miszelle zum Thema ‘Kindesmisssbrauch’ schwanger. Und vielleicht kommt sie auch noch. Es ist zwar schon fast alles zu katholischer, Kirche, Odenwaldschule und Bischof Wi… Mixa geschrieben worden. Aber eben von allen außer mir. Und manchmal überkommt einen halt der Drang, sein „FUCK YOU!!“ in die Welt zu schreien und wo ginge das besser als im Zwischennetz?

Aber eigentlich will ich ja was Positives schreiben. Irgedwie brauch ich das jetzt.

Letzte Woche hatte ich die erste bezahlte Arbeit seit gefühlten 1000 Jahren. Kalendarisch ist etwas weniger Zeit vergangen, aber ihr kennt ja den Zahnarzt-Effekt. Eine Bekannte einer Bekannten schickte mir eine Botschaft per R2-Droiden, in der es hieß „Helft mir, Skeltem, Ihr seid meine letzte Hoffnung!“. Ich hatte schon mein Lichtschwert gegürtet, die Macht auf meiner Seite und meine Haare in den 70er Jahre Pony gestylt, da fuhr die Damsel in Distress fort, es ginge darum, einen Text zu übersetzen. Sie hatte mich mit C3PO verwechselt! Zwar beherrsche ich nur unwesentlich weniger Kommunikationsformen als drei Millionen, aber ich hatte mich schon über tiefe Abgründe schwingen sehen mit einer jungen Frau im Arm. Nur, wenn Lapis das erlaubt hätte natürlich.

Aber die Belohnung der Prinzessin war in harter Währung und so machte ich mich auf, in die tiefen Gräben zwischen zwei Sprachen zu steigen, Metaphern zu martern, Formulierungen zu finden und Similes zu simulieren. Und das alles, bevor die Sonne zum dritten Mal im Osten über der Veste aufging. Was soll ich sagen? Ich hab’s geschafft. Zu Beginn sah man zwar wirklich kleine Staubwolken aus meinen Ohren kommen und ich meinte, das knirschende Geräusch zu vernehmen, das entsteht, wenn lange ungenutzte Synapsen feuern. Aber letztendlich habe ich alles ohne größere Probleme übersetzt. Die eine oder andere sprachliche Klippe galt es zwar zu umschiffen und einmal bin ich leider etwas hart entlang geschrammt. Aber zwischen der Scylla und Charybdis war Platz und ich legte in Ithaka noch vor Ablauf von 30 Jahren an.

Und, mal ganz ohne Scheiß, das war ein super Gefühl.



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