20 mal die Klus

Das schlechte Wetter kommt in der Deutschschweiz meist von Westen. Das heisst: An Tagen, an denen das Wetter wechselt, muss man in den Osten und hat es dort oft noch schön und trocken, derweil es in der Romandie und im Bernbiet bereits regnet. Gestern war ein solcher Tag angekündigt. Ich rappelte mich enorm früh auf, war kurz vor acht schon in Grüsch im Prättigau und stieg von dort aus aufs Höreli, eine unauffällige Graskuppe auf 1798 Metern etwas oberhalb des Eggli, der Bergstation der Seilbahn von Fanas aus. Weil das Wetter hielt und die Gegend mir sehr gefiel, verschmähte ich die Talfahrt per Seilbahn und stieg ab nach Schiers. Uff, das war anstrengend! Als ich später zuhause die Fotos sichtete - der Regen schlug an die Scheiben -, stellte ich fest, dass ich circa 20 mal aus immer neuen Höhenlagen und Perspektiven die Klus ins Prättigau fotografiert hatte. Sie hat halt Ausstrahlung, diese Engstelle.

20 mal die Klus

Zwischen Aldur und Güger entstand dieses Foto der Klus bei Landquart. Durch
sie müssen alle, die ins Prättigau wollen. Die geneigte Pultfläche hinten links
gehört zum Massiv des Calanda. Und am rechten Bildrand ist Seewis zu sehen.