15 Monate

Heute bist Du 15 Monate alt, mein kleines Mädchen!

Und gerade hat es Dich ganz schön erwischt. Erst eine Bindehautentzündung, dazu noch eine eitrige Mandelentzündung, der 9. Entwicklungsschub und außerdem haben sich auch gerade erst zwei neue Zähnchen durchgebohrt. Die Nächte sind schwierig und Du kämpfst mit dem Husten, der einfach nicht besser werfen will. Kurz gesagt: Gerade ist bei Dir echt der Wurm drin. Und dafür bist Du erstaunlich gut gelaunt.

Acht Zähne hast Du also jetzt, aber noch kein Backenzahn in Sicht. Also, Steaks essen ist noch nicht drin. Obwohl Du die gewiss essen würdest. So wie Du zum Beispiel auch Frikadellen magst. (Du kannst nicht wirklich meine Tochter sein!) Du liebst nach wie vor Käse und Schinkenwurst, außerdem Tomaten, Erdbeerchips, Joghurt, Salzstangen, Nudeln, Quetschies und jede Menge anderen Kram. Aber so richtig vom Tisch mitessen willst Du noch nicht.

Wenn Dich gerade nichts quält, dann schläfst Du von 19.45 bis etwa 07.15 durch. Wenn es schlecht läuft, wirst Du aber schon kurz nach dem zu Bett gehen wieder wach und brauchst unter Umständen drei Stunden, um wieder richtig in den Schlaf zu finden. Und die ganze Zeit muss jemand neben Dir liegen und Deine Hand halten. Ein Hoch auf die Klappmatratze, die wir uns extra zu diesem Zweck zugelegt haben. Ich hatte nämlich ziemlich starke Schmerzen, nachdem ich mal knapp zwei Stunden neben Deinem Bett auf dem harten Boden lag. Dein Mittagsschlaf dauert zwischen 1,5 und 3 Stunden. Wie unterschiedlich das doch immer ist!

Beim Essen stehst Du alle 10 Sekunden in Deinem Stuhl auf. Das ist ganz schön anstrengend. Ein neuer Stuhl muss her, aber ich finde das Plastik-Fantastik-Teil vom schwedischen Möbelhaus eigentlich recht praktisch. Vor allem weil es nicht so viel Platz wegnimmt, wie die ganzen anderen Ungetüme. Unsere Küche ist doch ein wenig zu klein.

Die Küche ist übrigens einer Deiner Lieblingsorte, weil es da so furchtbar viel zu entdecken gibt. Der Tupperschrank fällt Dir mehrmals am Tag zum Opfer und dessen Inhalt verteilst Du dann auf sämtlichen Sitzgelegenheiten in der Küche, im Flur, auf der Treppe, im Wohnzimmer. Die Gewürzschublade hat es Dir auch angetan, ebenso wie der Mülleimer, aus dem Du Dir in so manch unbeobachteten Moment die ein oder andere „Leckerei“ ergattert hast. Auch der Spülschrank mit den Putzmitteln zieht Dich magisch an, und jedes Mal kriegst Du eine Krise, weil Du an diesen Schrank nicht dran darfst.

Kindersicherungen sind übrigens nicht unbedingt ein Hindernis für Dich, und den ein oder anderen Schrank eroberst Du daher, sobald sich die Gelegenheit bietet.

Du schleppst nach wie vor ein Buch nach dem anderen an, es gelingt Dir immer öfter Duplosteine aufeinander zu setzen und dann bist Du furchtbar stolz. Opa hat Dir eine sprechende Puppe mitgebracht und Du lachst Dich kringelig darüber. Ich nicht. Danke Opa. Du kannst inzwischen einige Motorikspiele lösen und spielst gerne nachlaufen.

Ansonsten gibt es aber gerade nicht wirklich etwas, womit Du Dich längere Zeit beschäftigst und ich bin ständig auf der Suche nach dem idealen Spielzeug für Dich.

Du bist eifersüchtig, wenn Dein Bruder mit mir kuschelt und versuchst nicht selten, Dich dazwischen zu drängen. Manchmal setzt Du Dich dabei einfach auf ihn drauf.

Wenn es nach Dir ginge, könnte ich Dir den ganzen Tag die Haare kämmen. Du läufst permanent mit Mütze herum, egal von wem oder wie groß, Hauptsache Mütze. Und ständig willst Du Schuhe anziehen.

Wenn Du einen Keks haben willst, dann bringst Du mir eines Deiner Bücher, in denen ein Keks abgebildet ist, zeigst darauf und zeigst dann Richtung Küche. Weiß ich Bescheid. Überhaupt ist es schwer, mit Dir Bücher anzuschauen, in denen etwas zu Essen drin ist, denn Du willst alles haben und wirst grantig, wenn ich Dir sage, dass wir das leider gerade nicht da haben.

Dein Wortschatz hat sich leider nicht erweitert, außer dass Du jetzt „Mmmmma“ zu Oma sagst. Dafür wächst Dein Repertoire an Tiergeräuschen. Jede Frage beantwortest Du mit einem „Ja“ und Du verstehst vieles von dem, was wir Dir sagen und befolgst kleine, einfache Anweisungen.

Neulich fragte ich Dich, wo der leere Quetschie ist und Du gingst schnurstracks zur Quetschie-Schublade. Zuerst dachte ich, Du wolltest Dir noch einen holen, hast mir dann aber freudestrahlend den leeren Quetschbeutel präsentiert, den Du ordnungsgemäß wieder in die Schublade geräumt hast.

Manchmal bringst Du mir eine saubere Windel und sagst „Bah“, wenn Du Deine gerade voll gemacht hast. Langsam findest Du etwas mehr gefallen am Baden. Endlich. Dafür hasst Du das Autofahren immer noch. Leider. Du liebst unsere morgendlichen Spaziergänge, witterst Hunde auf 2 km Entfernung und fängst dann gleich an zu bellen. Nur zu nah kommen dürfen sie auf keinen Fall.

Du läufst inzwischen wie ein Weltmeister und wenn sich die Gelegenheit zum rennen bietet, dann bist Du schneller weg, als ich gucken kann. Manchmal bist Du zu schnell und bremst mit der Nase. Leider war auch die Tischkante schon mal im Weg und nun hast Du eine Narbe neben der Augenbraue. Ich fürchte, die wird immer bleiben.

Ich freue mich so sehr auf Deine nächsten Worte und kann es kaum abwarten, Dich endlich richtig sprechen zu hören.

Du trägst gerade Kleidergröße 74-86. Komische Spanne. Aber 74 ist so langsam auch echt raus. Auch wenn Du recht klein und zierlich bist für Dein Alter.

Klein, aber oho!

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