123. Zeilen

“Nichts hält dich, nur die Melodie, das Lied” – ”stets wenn ich Gehen übe,/ ist die Erinnerung größer,/und nur wo wir beide gingen,/ist fester Grund” – ”Der Quell ostdeutscher Flüsse ist ein Tränenstrom” – ”Wir trinken Wasser, das aus deinen Bergen kommt,/und können deine reiche Sprache doch nicht sprechen.” [an eine tschechische Autorin]

Die Rezensentin des DLR zitiert dies durchweg aus Uwe Kolbes neuem Gedichtband (klingt das erste nicht exakt nach Eva Strittmatter?), und ich frage mich, ob sie sozusagen zielsicher banale Stellen herausfindet oder ob das Buch wirklich so schwächelt. I will see by myself.

Uwe Kolbe: Lietzenlieder. Gedichte
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012
111 Seiten, 16,99 Euro



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