110. Sephardische und jiddische Musik

Zum siebten Mal veranstalten Caroline von Bismarck und Eliah Sakakushev ein Internationales Kammermusikfestival im Schloss Wonfurt. Unter dem Titel „Jüdische Feste und Weisen“ präsentiert das Paar vom 23. Juni bis 3. Juli sephardische Musik und Lyrik des Mittelalters, hochkarätige Kammermusik des frühen 20. Jahrhunderts, Prosa und Dichtung jüdischer Autorinnen, Lieder des fränkischen Komponisten Jakob Schönberg und Klezmermusik. …

„Der Schwerpunkt liegt auf der Neuentdeckung der Tradition des spanischen (sephardischen) Judentums mit seinen geheimnisvollen Klängen eines goldenen Zeitalters“, so von Bismarck. „Dessen Musik und ihre modernen Interpreten, regionale Komponisten und Stars der klassischen Kammermusik werden in einem einzigartigen Rahmen vorgestellt.“ Die Schirmherrschaft hat Josef Schuster (Würzburg), Vizepräsident des Zentralrates der Juden Deutschlands, übernommen. Die Musik der Juden, schreibt Schuster in seinem Grußwort, sei im Mittelalter in Spanien, dem Sfarad, und dort in Andalusien entstanden. Nach der blutigen Vertreibung der Juden nahmen diese ihre Lieder, in Ladino gesungen, nach Nordafrika, Griechenland und in die Türkei mit.

Das „Jiddische“ wiederum, das die aus Deutschland stammenden Juden sprachen und sangen, sei mit den fliehenden Juden nach Polen und Russland gelangt. So bilde das Festival „Jüdische Feste und Weisen“ das Leben der Juden in vielfältiger Weise ab.  / Mainpost



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