Wiedergeboren als Christian mittendrin

Wiedergeboren als Christian mittendrinFür eine handfeste Überraschung sorgte am vorletzten Donnerstagabend die FDP, die allen Umfragen zufolge aktuell keine Chance auf einen Wiedereinzug in den Landtag hätte. Sie will mit dem amerikanischen Schauspieler Christopher Masterson (Bild oben rechts) in die Wahl ziehen. "Wir schicken den besten Mann", sagt Parteichef Rösler.
Masterson, vor allem seinen Fans durch die beliebte Serie "Malcolm mittendrin" aus den Werbeunterbrechungen auf Pro7 bekannt, hat bereits in großen Kinohits wie "Scary Movie 2" mitgespielt. Jetzt wartet seine allergrößte Rolle: Der 31-Jährige soll die krisengeschüttelte Partei als "Christian Lindner" (oben links) nicht nur in die Landtagswahl führen, sondern auch in der Rolle des Parteichef im größten Landesverband brillieren. Masterson entspricht dem Klischeebild des jungen, dynamischen Politikers exakt, in seiner Rolle als "Lindner" wurde er vom Parteivorstand der Liberalen dennoch ein Jahr älter gemacht. Damit entsprechen er den Erwartungen reiferer Wähler an eine gewisse Erfahrung besser, hieß es aus der Wahlkampfzentrale der Liberalen.
Die ersten Erfolge sind schon zu sehen: Im "Wahltrend" der Illustrierten "Stern" nähern sich die Liberalen wieder der 5-Prozent-Hürde an. "Grund der Hausse im Parteienkeller", schreibt das Blatt, sei "das Comeback von Christian Lindner", der von Masterson offenbar so glaubwürdig verkörpert wird, dass selbst Qualitätsmedien das Doppelspiel nicht bemerken.
FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle sicherte dem amerikanischen Schauspieler, der als Scientologe erzogen wurde und bis heute an diesem von der deutschen Amtskirche nicht zugelassen Aberglauben festhält, seine volle Rückendeckung zu. "Das ist eine gute Entscheidung – auch für die Bundespartei", sagte Brüderle der staatlichen Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Gelinge es Masterson, in NRW zu punkten, sei das ein klares Signal für eine noch größere Rolle, die der Amerikaner dann in Zukunft spielen könne. Beobachter im politischen Berlin gehen davon aus, dass "Lindner" dann den Regeln zufolge Ansprüche auf die Führung der Gesamtpartei anmelden müsste. "Holt er mehr als 5,23 Prozent, wäre ihm der Posten kaum vorzuenthalten." Masterson wäre der ersten US-Amerikaner an der Spitze einer deutschen Nischenpartei.
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