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To Be Continued ... #11 (Healing Wars 2&3)

Von Philialibri


Janice Hardy, The Healing Wars>>Die Heilerin

 

To Be Continued ... #11 (Healing Wars 2&3)

(c) Bastei Luebbe

Das blaue Feuer
Aufregung hatte Nya in ihrem Leben wahrlich schon genug. Als Waise ist sie für sich und ihre kleine Schwester alleine verantwortlich. Zudem verfügt sie über ein seltenes, doch umso gefährlicheres, Talent - sie kann Schmerzen schiften und ist damit nicht nur einzigartig, sondern auch eine Gefahr. Das hat sie dem Herzog, der die Menschen in Geveg unterdrückt, auch deutlich gezeigt.Nun versteckt sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester und ihren Freunden, denn sie wird von den Schergen des Herzogs gesucht. Als Nya schließlich geschnappt wird, verliert sich die Gruppe aus den Augen und soll sich erst in Baseer wiederfinden - dort hat sich eine Gruppe Aufständischer zusammengefunden, die es sich zum Ziel gemacht hat, den Herzog zu stürzen.

Krieg der Heiler
Nach den haarsträubenden Erlebnissen in Baseer, wo Nya die Geheimwaffe des Herzogs nicht nur gesehen, sondern auch zu spüren bekommen hat, befinden sich Nya und Freunde nun auf einem zurückgezogenen Bauernhof, der Ruhe und Geborgenheit verspricht. Dort plant Jaetar schon weitere Schritte und auch der Herzog scheint nicht tatenlos zu bleiben.Nya beschließt, nach Geveg zurückzukehren und hofft insgeheim auf irgendeine Weise ihre vom Herzog gefangen genommene Schwester wiederzufinden. Auf den Weg in die Heimat trifft Nya tatsächlich auf ihre Schwester - doch die ist nicht mehr ganz richtig im Kopf und scheint Nya gar nicht zu erkennen.Geveg währenddessen hat sich stark verändert. Die Inseln sind von verschiedenen Gruppen besetzt, wovon nicht alle das Gemeinwohl im Sinn haben. Nach einer erfolgreichen Abwehr der Soldaten des Herzogs wird Nya plötzlich als Heilige verehrt, was ihr alles andere als behagt ...
Spannend und einnehmend geht die Geschichte aus Die Heilerin weiter. Im Grunde möchte Nya nur einen sicheren Ort für sich und ihre Schwester, doch nach und nach erkennt sie, dass es diesen nur geben wird, wenn das Land nicht mehr von Unruhen geplagt und den Machenschaften des Herzogs Einhalt geboten wird. Und obwohl sie es sich bis zuletzt nicht eingestehen möchte, ist Nya schon längt eine Figur des Widerstands, die den Menschen Hoffnung gibt.
Nya ist dank der Ich-Perspektive ein gut ausgearbeiteter Charakter mit Stärken und Schwächen. Sie macht einige Entwicklungen durch, die gut mit dem Verlauf der Geschichte harmonisieren.Die restlichen Charaktere fungieren eher als Hilfsmittel für Nyas Entwicklung und als Motivator für verschiedene Aktionen. Selbst Danello und Aylin haben kaum Tiefe, da es über sie nur wenige Informationen gibt und sie anscheinend auch nicht viel tun. Allerdings stört das kaum, da man sich gut mit der Protagonistin und dem Plot auseinandersetzen kann.
Wie schon in der Rezension zu Die Heilerin erzählt, ist das Setting der Geschichte allein schon faszinierend. In Teil eins der Trilogie lernt man ein vom Krieg gebeugtes Land kennen, in dem sich Fremde (Baseer) niedergelassen haben und die ursprünglichen Einwohner kaum noch etwas zu sagen haben.Diese Stimmung erweitert und ändert sich in den folglenden Bänden. Hier gibt es Anzeichen von Rebellion und Aufbegehren, die es so im ersten Teil noch nicht gegeben hat. Gerade in Teil zwei bekommen auch die Baseer ein anderes Gesicht und mehr Tiefe. Die Vorurteile werden betrachtet und zum Teil aufgeräumt. Und auch Nya muss einsehen, dass sie nicht einem ganzen Volk die Schuld für ihre Misere geben kann.
Der Ton der Geschichte ist gesetzt und eher pragmatisch. Romantik und große Liebesgefühle gibt es kaum, obwohl sich etwas zwischen Danello und Nya entwickelt. Der Teil hält sich aber sehr im Hintergrund und spielt nur weit entfernt eine Rolle - was realistischer erscheint als so manch andere Geschichte, in der alles von dramatischen Liebesgefühlen geleitet zu sein scheint. In dieser Welt herrscht Krieg, die Leute haben kaum Wertsachen, wenn überhaupt ein Dach über dem Kopf - Romanzen erscheinen in diesem Kontext zwar hoffnungsgebend, aber nicht wirklich hilfreich und primär.
Eine großartige Geschichte über Verlieren und Finden; eine Geschichte über innere Stärke und eine Geschichte über Heimat und Zugehörigkeit. Spannende Handlung und eine großartige Protagonistin. Was will man mehr?


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