Sara Foster

Sara FosterBelletristik/ Spannung/ Krimirororo
Taschenbuch, 352 S.
01.12.2011
8,99 €
978-3-499-25730-8
Über die Autorin:
Sara FosterSara Foster, geboren 1976, wuchs in England auf. Nach mehreren Jahren Berufstätigkeit im Verlagswesen machte sie sich schließlich als Lektorin selbständig. Heute lebt Sara Foster mit ihrem Mann und ihrer Tochter im westaustralischen Perth.
(Quelle http://www.rowohlt.de/buch/Sara_Foster_Wintermoor.2939401.html)
Buchinfo

Wintermoor

Das Moor vergisst nicht.
Ein Jahr ist es her, dass Grace mit ihrer kleinen Tochter das einsame North Yorkshire fluchtartig verließ. Ein Jahr, seit ihr Mann spurlos im Moor verschwand.
Seitdem sucht Grace nach Antworten. Doch als sie jetzt ins Moor zurückkehrt, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Welches Geheimnis verbergen ihre Nachbarn? Wem kann sie trauen? Und was bedeuten die merkwürdigen Träume? Während Schneestürme das Dorf von der Außenwelt abschneiden, wird Grace klar: Jemand versucht mit allen Mitteln, die Wahrheit vor ihr zu verbergen. Wie weit wird er gehen?
Meine Meinung:
Ein schönes Buch für einsame Stunden und zum darin versinken. Eine schöne Story ohne viel Aufregung. Manchmal ein wenig gruselig und dann auch wieder unheimlich und zwischendrin ist es sogar ein ganz kleines bisschen romantisch. Diese Mischung gefällt mir sehr. Auch wenn dieser Roman dem Genre Krimi zugeordnet ist, findet man wenig Aufklärung, die nicht von außerhalb gesteuert wird. Hier ist es die hauptprotagonistin, die ihren sehr persönlichen fall aufklären möchte. Die, die dieses Chaos aus unbeantworteten Fragen klären möchte.
Hier hat die Autorin froster einen wirklich passenden Ort gefunden, den sie sehr gut bebildern kann. Man fühlt hier mit und irgendwie entsteht der Drang auch dorthin zu reisen. Das Moor zu jeder Jahreszeit zu erfahren und die geistergeschichten der Einheimischen zu hören. Mitfiebern und eigene Gänsehaut bekommen. So ein bisschen habe ich mir schon gewünscht, das Grace dort bleibt, aber das ging natürlich nach all den geschehnissen nicht.
Die Figuren waren recht scharf gezeichnet. Manchmal ein wenig plass, aber es war mit der Geschichte stimmig. Selbst ich konnte Ben sympatisch finden, auch wenn wenig klar wurde. Die Vergangenheit eines jeden war mir zu kurz angeschnitten. So ab und zu ein paar Passagen, hätte der ein oder anderen Figur sicher gut getan. Manch ein Thema kam einfach zu plötzlich, wie zum Beispiel das Claire und Ben Zwillinge sind oder Ben der Sohn der Familie, genau wie Millies Taubheit, die man auch einfach hätte weglassen können.
Ansonsten finde ich den Roman sehr gelungen. Da darf man der Autorin gern zu ihren Depütroman gratulieren. Einen wirklich guten Spannungsaufbau, der sich komplett durch die Geschichte zieht gepaart mit einem schön flüsig zu lesenden Schreibstil.
Ich empfehle ihn sehr, denn auch wenn Krimi draufsteht und man mit allen möglichen Toten, Tätern und sowas rechnet, findet man hier einen wirklich tollen Roman vor, dessen Genre nicht ganz zu passen scheint.
Das Cover bekommt auch noch eine Erwähnung. Und das aus folgendem Grund. Es ist gelungen und fand dadurch auch mein Interesse aus der Verlagsseite Rowolht, mit deren Unterstützung und Bereitstellung ich dieses Buch lesen dürfte. Allerdings passt es nicht ganz und ein großer schwarzer Hund würde ich dem Raben vorziehen. Das war aber auch schon die einzige Kritik am Cover. Die Farben sind toll ohne aufdringlich zu wirken.
Ich bedanke mich recht herzlich beim Rororo-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares und bei der Autorin für die wirklich viel zu kurzen Lesestunden.

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