Hörspielrezension: «Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis» (ab dem 22. April 2016 im Handel)

Morgen, am 22. April 2016, feiert mit Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis eine neue kommerzielle Hörspielserie aus dem Mystery- bzw. Gruselgenre ihre Premiere. Ich durfte den Erstling bereits vorab hören und nehme ihn im Rahmen meiner Rubrik Blick über den Tellerrand nun mal etwas näher unter die Lupe.

Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis ist eine Produktion der Schmiede Stein/Hardt für das Label Maritim. Hinter Stein/Hardt stehen Tom Steinbrecher und Paul Burghardt, die zusammen im letzten Jahr für Dreamland Productions das Hörspiel Dreamland Grusel 22: Im Bann der Teufelskrähe schufen. Jetzt schickt das Duo seine erste Serie ins Rennen.

Hörspielrezension: «Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis» (ab dem 22. April 2016 im Handel)

Blaue Blitze und Kuttenträger in Seaforth, Kanada? Dr. Morton Zephyre und sein Assistent Dave Edwards meinen, darin eine Spur zu einem älteren Fall zu erkennen. Bei den Untersuchungen vor Ort lernen sie die junge Hackerin Nina Sallenger kennen, die ihnen einige Hinweise geben kann. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch von einer Sekunde auf die nächste und scheinen sich allesamt auf die Bohrinsel "Blue Thunder" zu konzentrieren. Können Zephyre und sein Team das nahende Grauen aufhalten? (Klappentext)

Pilotfolgen geraten bisweilen etwas spannungsarm: Ihre Autoren meistern zwar in der Regel recht gut die Aufgabe, die Charaktere und das Setting zu etablieren, haben aber immer wieder Schwierigkeiten damit, diese Elemente in einen griffigen Plot einzubetten. Aus diesem Grunde hat man häufig den Eindruck, in der Auftaktepisode seien zwar eine Reihe von Grundlagen gelegt worden, ihr inhaltliches Gleichgewicht müsse die Serie aber erst noch finden. Erfreulicherweise präsentiert sich Twilight Mysteries Folge 1 als ein inhaltlich ausgewogener Serienstart. Der Hörer bekommt einen ersten Einblick in die Charaktere und insbesondere ihre Eigenarten, doch dabei belassen des sich Macher vorerst und lassen stattdessen Zephyre & Co ein Mysterium an der kanadischen Küste erforschen. Dies geschieht relativ gradlinig und entlang bekannter Genrekonventionen, was der Spannung und dem Unterhaltungsgrad jedoch keinen Abbruch tut. Die Serie nimmt sich und seine Figuren dabei zwar schon ernst, gibt sich aber keineswegs verbiestert, weshalb sie sich neben den düsteren auch heitere Momente gönnt, die das Geschehen immer wieder auflockern.

Die Hauptrollen (Dr. Morton Zephyre, Dave Edwards, Nina Sallenger) wurden mit Marc Schülert, Kim Hasper und Tanya Kahana besetzt; in Nebenrollen sind u.a. André Beyer, Dirk Hardegen und Detlef Tams zu hören. Alle Beteiligten sind erfahrene Sprechinnen und Sprecher, und entsprechend souverän erfüllen sie ihre Rollen mit Leben: Zephyres Verletzlichkeit kommt genauso zum Ausdruck wie das resolute, bisweilen arg vorlaute Wesen von Nina. Letzteres muss einem nicht unbedingt gefallen, doch ist es immer noch besser, man hat es mit einer Figur mit Ecken und Kanten zu tun, die einem nicht unbedingt sympathisch ist, als eine Charakterschablone vorgesetzt zu bekommen, die einem mit ihrer Profillosigkeit nicht wehtut. Neben der Leistung der Besetzung bleiben auch die Soundkulisse und die Musik positiv im Gedächtnis. Zusammen spannen sie einen stimmungsvollen akustischen Rahmen für eine Handlung auf, die mit einem angenehmen Erzähltempo in ca. 58 Minuten über die Bühne gebracht wird. Die letzte Szene bereitet dabei schon einmal die zweite Folge vor, die bereits am 20. Mai 2016 erscheinen soll.

Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis ist ein gelungener Start für diese neue Hörspiel-Mysteryserie. An Konkurrenz fehlt es ja nicht gerade, doch ich denke, Twilight Mysteries hat das Potenzial, sich behaupten zu können. Auf Folge 2: Thanatos freue ich mich schon.

Twilight Mysteries Folge 1: Charybdis ist eine Stein/Hardt-Produktion für Maritim. Ab dem 22. April 2016 ist das Hörspiel im Handel erhältlich.


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