Hitparade - Die Alben des Jahres 2015

Hitparade - Die Alben des Jahres 2015
Auch dieses Jahr soll eine Hitparade der tollsten, hörenswertesten, überraschendsten und spannendsten Alben nicht fehlen. Insgesamt überrascht in diesem Jahr eine Hinwendung zum Pop, der mal elegant, mal raffiniert, mal experimentiell und mal sogar avantgardistisch dargeboten wird. Doch auch Freunde bänkelsängertypischer Musik kommen auf ihre Kosten, sorgen doch auch ausgewählte Schmankerln aus den Sparten Folk, Alt-Country und Americana für Furore. Und nun Vorhang auf für die Top 40:
 01 Destroyer – Posion Season
Schon nach zwei bis drei Hördurchgängen stand fest, dass Den Bejar dieses Mal etwas noch Großartigeres geschaffen hatte, als auf seinen vorherigen Alben. Süffiger, raffinierter Pop, der sich geschmeidig in alle Richtungen ausstreckt und vor Verve und Eleganz nur so strotzt.
02 Daniel Knox – Daniel Knox
Daniel Knox steht der diesjährigen Nummer Eins in fast nichts nach, bedient er doch ähnliche Aufnahmekanäle. Auch hier überzeugen die  feingesponnene Arrangements, die Knox mit seinem überragenden Bariton noch veredelt.
03 Roomful Of Teeth – Render
Nahezu gänzlich ohne Instrumentarium sorgen Roomful Of Teeth dieses Jahr für die Überraschung auf dem Bänkelsänger. Klassischer Kammerpop von neun Ausnahmestimmen, herausragend im Konzept, vortrefflich in der Ausführung. 
04 John Grant – Grey Tickles , Black Pressure
Das verquerste Album Grants ist zugleich sein bestes. Das liegt nicht nur am alles überstrahlenden "Disappointing", vielmehr versammelt Grant hier all seine Tugenden und Boshaftigkeiten und formt ihnen perfekt passende klangliche Rahmen. 
05 Joanna Newsom – Divers
Heiß ersehnt und gleich wieder verliebt. Dass "Divers" ihr vielleicht konventionellstes Album sei, wurde aller Orten bereits diskutiert, wenn aber Konvention zu solch fabelhaften Kompositionen wie dem ätherischen Titeltrack oder dem samtenen "Leaving This City" führt, bin ich mal ausnahmsweise Fan der Konvention. 
06 Julia Holter – Have You In My Wilderness
Auch Julia Holter baut ihre Sounds weiter zu verführerischen unnahbaren Popsongs aus, und erschafft trotzdem turmhohe Gefühlswelten, die zwischen Autobiographischem, Weltschmerz und sanfter Psychologie oszillieren.  
07 Chelsea Wolfe – Abyss
Die dunkle Note meiner Top Ten stammt eindeutig von Chelsea Wolfe, deren nokturne Klanggewalt enorme Vehemenz gewonnen hat. "Abyss" ist ein gravitätischer Tiefenrausch voller Verletzlichkeit, doch flicht sich immer wieder metallisch glänzende Melodien ein.
08 Sarah Kirkland Snider – Unremembered
Dass es ein Komponistenalbum in die Top Ten schafft, war ebenfalls nicht vorauszusehen. Doch was Sarah Kirkland Snider auf "Unremembered" DM Stith, Shara Worden und Padma Newsom in den Mund legt, sind wohlfeile Kunstlieder voll von Kindheitserinnerungen. 
09 Circuit Des Yeux – In Plain Speech
Kapriolenschlagener Art-Pop an der Grenze zum Experiment mit Exkursen in aller Herren Genres: "In Plain Speech" ist ein Gesamtkunstwerk, an dessen Spitze das himmlische "Fantasize The Scene" steht.
10 Josh Ritter – Sermon On The Rocks
Ein bisschen "echter" Folk und Country sollte sich auch noch in den Top Ten tummeln und so sorgt Josh Ritter mit seiner hervorragenden neuen Songsammlung, in denen vor allem die Singalongs "Getting Ready To Get Down" und Henrietta, Indiana" sowie das pianogetränkte Spoken-Word-Wunder "Homecomin'" hervorstechen.
Den Rest nach den Zehn gibt es wieder in Listenform. Hier tummeln sich liebgewonnene Lieblingsbands, überrragende Newcomer, spannende Quereinsteiger und erstaunliche Grenzgänger:
11 Father John Misty – I Love You, Honeybear
12 The Decemberists – What A Terrible World, What A Beautiful World
13 Autre Ne Veut – Age Of Transparency
14 Tocotronic – Tocotronic (das rote Album)
15 Ryley Walker – Primrose Green
16 Marlon Williams – Marlon Williams
17 Susanne Sundfor – Ten Love Songs
18 Matthew E. White – Fresh Blood
19 The Mountain Goats – Beat The Champs
20 Will Varley – Postcards From Ursa Minor
21 Brandown Flowers – The Desired Effect
22 Noah Gundersen – Carry The Ghost
23 Algiers – Algiers
24 Myrkur – M
25 Wanda – Bussi
26 Sufjan Stevens – Carrie & Lowell
27 Jonas Carping – Cocktails & Gasoline
28 Natalie Prass – Natalie Prass
29 Trembling Bells – The Sovereign Self
30 Jessica Pratt – On Your Own Love Again
31 Alasdair Roberts – Alasdair Roberts
32 The Dropout Patrol – Sunny Hill
33 Jackie Oates – The Spyglass & The Herringbone
34 Federal Lights – Coeur De Lion
35 Punch Brothers – The Phosphorescent Blues
36 Binoculers – Adapted To Both – Shade And Sun
37 Romano – Jenseits Von Köpenick
38 Red River Dialect – Tender Gold And Gentle Blue
39 Bilderbuch – Schick Schock
40 Tom Liwa Mit Flowerpornoes – Umsonst & Draußen
Vielleicht schicke ich am Jahresende noch ein "Und sonst?" nach, das jene Alben, EPs und Songs beinhalten soll, denen zumindest eine oder mehrere lobende Erwähnungen gebühren und die sonst nirgendwo auftauchen. Bis dahin rate ich zum Ohrenöffner, der dieses Mal Platz 3 gebührt:
 

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