Ressort Auto

Flottenstrategie der Nationalen Plattform Elektromobilität gescheitert

Von Frontmotor
Das Handelsblatt gehört zu denen, die die Berichte der Nationalen Plattform Elektromobilität noch lesen. So haben sie vom Scheitern der Flottenstrategie der NPE erfahren:
Die Annahme, dass die gewerblichen Fuhrparks den Anschub in Sachen E-Mobilität bewerkstelligen werden, hat sich bisher nicht bewahrheitet. Grund dafür ist die Besteuerung der neuen Fahrzeuge, durch die die Kostenlücke des Elektroautos gegenüber konventionellen Fahrzeugen nicht geschlossen, sondern noch weiter aufgerissen wird.
Weil Elektrofahrzeuge in den kommenden Jahren gegenüber vergleichbaren konventionellen Fahrzeugen einen höheren Bruttolistenpreis aufweisen, führt die Anwendung der Ein-Prozent-Regel dazu, dass Nutzer elektrischer Dienstwagen einen deutlich höheren geldwerten Vorteil zu versteuern haben – obwohl der Nutzwert wegen der begrenzten Reichweite deutlich eingeschränkt ist.
Quelle: Handelsblatt
Ich habe noch großspurige Worte im Ohr, wie z.B. "Leitmarkt". Das ganze entpuppt sich wieder einmal (vgl. Green-IT) als Spielwiese, auf der sich Regierung und Regierungsberater gegenseitig Bälle zuspielen, dabei Projektbudgets verbrauchen und auf innovativ machen. Bis heute ist es das Geheimnis von Frau Schavan, warum sie einen SAP-Vorstand an die Spitze dieser Plattform setzte. Sollte er unsere Antwort auf Shai Agassi sein, der das Netz der Batteriewechselstationen hochgezogen hat? SAP und "Innovationen", Kundenorientierung??
Es wurde ein Anspruch formuliert, und danach festgestellt, dass der nicht zu halten ist. Jetzt werden monetäre Ansprüche an den Staat erhoben, damit die ursprünglichen Ansprüche vielleicht doch noch erreicht werden. Am Ende wird man sich gegenseitig die Verantwortung dafür zuspielen, das Wort vom "Leitmarkt" in die Welt gesetzt zu haben.
Wer von denen, die sich mit elektrischer Energieversorgung auskennen, setzt noch auf Batterieautos? Ich setze auf Wasserstoffautos.

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