Ressort Freizeit

Das Missverständnis mit Schlampertoni

Erstellt am 26. November 2011 von Wanderwidmer
Das Missverständnis mit Schlampertoni
Antonius predigt zu den Fischen.
Gestern erschien in Tagi und Bund meine Wander-Kolumne über die Strecke der Reuss entlang von Bremgarten nach Ottenbach. Erwähnt wird der heilige Antonius von Padua. Von ihm besagt die Legende, dass er auch mal den Fischen predigte, wenn die Menschen nicht zuhören wollten. Und ausserm gilt er als Helfer, wenn man irgendeinen Gegestand verloren hat und ihn zurückwill. Im Volksmund hat sich für Antonius darum der Name "Schlampertoni" eingebürgert. Die katholische Kirche spricht dem Heiligen diese Kompetenz allerdings ab. "Antonius ist nicht der Leiter des himmlischen Fundbüros", sagte unlängst der Würzburger Kleriker Karl Hillenbrand. Am Anfang des Missverständnisses war offenbar ein mittelalterliches Lobgebet auf Antonius, das mit den Worten "Wenn du suchst" begann. Gemeint war das spirituelle Suchen, doch die einfachen Gläubigen verstanden die Sache dann anders.
Kommentar schreiben Beitrag melden Diesen Artikel drucken Auf Facebook teilen Original-Artikel zeigen
Zurück zur Startseite von

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren :

Kommentar schreiben

Dossier Paperblog

Ressorts