Dann besser Sidolin

Dann besser Sidolin
An manch mißlungene Coverversion hat man sich notgedrungen schon gewöhnt, und es sind nicht immer die Schlechtesten, die scheitern – wenn allerdings komplette Originalpassagen aus dem Kontext gerissen und, wie bei Sidos aktueller Single „Geboren um frei zu sein“, als kuschelige Tapete für einen gefühlsduseligen Vorweihnachtsfilmteasersong verwurstet werden, dann ist das mehr als ärgerlich. So geschehen mit „Wir müssen hier raus“ von Ton Steine Scherben, im Original auf dem 72’er weißen Album „Keine Macht für niemand“. Kopfschüttelnd liest man über „neu eingespielten Gitarrenlines“ von R.P.S. Lanrue, fragt sich, was das Management der Scherben aka. den Nachlaßverwalter von Rio Reiser dazu getrieben haben mag, solch einem Unsinn zuzustimmen und ist versucht, einen gepfefferten Brief an Claudia Roth, ihres Zeichens selbsternannte und vollumfängliche Interessensvertretung der Apo-Combo, zu stenografieren. Nun, den Kids aus der Platte wird’s gefallen, im Kino wird „Blutzbrüdaz“ (hää?!) sich der voll fette Renner und irgendwann ist sicher auch Fielmann zu Stelle, um dem Spacko mit der Brille seine Ehre zu erweisen. Gute Nacht auch.

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Pscht: Fazerdaze