Offensichtlich arbeiten die Qualitätsmedien schon lange daran, ein iranisches Schreckgespenst zu erschaffen.
Krieg findet vor allem in den Köpfen statt, also muss er auch dort vorbereitet werden:
- „Iran hat die Atombombe“ (Focus 25.01.1993)
- „… werden nun die Entwicklung einer eigenen Atombombe vorangetrieben.“ (Welt 03.11.1998)
- „… USA sehen Iran noch mindestens ein Jahr von Atombombe entfernt.“ (Zeit 30.9.1998)
- „Binnen eines Jahres könnte Iran laut dem US-Verteidigungsminister Leon Panetta eine Atombombe herstellen“ (Handelsblatt 2.1.2000)
- „Iran steht offenbar kurz vor Bau einer Atombombe“ (Spiegel 4.8.2003)
- „Irans Atombombe bedroht auch Deutschland“ (Welt 26.9.2004)
- „Iran könnte schon bald Atombombe bauen ...“ (Spiegel 19.1.2006)
- Iran: „Atombombe in fünf Jahren“ (Stern 3.5.2006)
- „Exklusiv: Der Filmbeweis - Iran baut die Atombombe“ (Welt 12.4.2007)
- „BND-Information: Iran drei Monate vor der Atombombe?“ (BZ-Zeitung 15.7.2009)



KOMMENTARE ( 1 )
Veröffentlicht am Montag, 6. Februar um 09:41
Au weia. ausgerechnet den "Muslimmarkt" als Leumund der Medienkritik zu zitieren, das tut schon weh. Bei allem berechtigten Misstrauen gegenüber unseren Medien, wer den Muslimmarkt regelmäßig liest, muss sich zwangsläufig die Frage stellen - wer bezahlt die eigentlich für diese Propaganda?
Das sie sowas schreiben dürfen, zeigt übrigens den qualitativen Unterschied der Systeme. Würden die Brüder Özoguz (die Betreiber der Seite) im Iran so über die Iran schreiben, wie sie es hier über die "westliche Welt" tun, sässen sie schon längst auf Nimmerwiedersehen im Knast.
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