Zwei Stecken unter dem Esstisch

Wie oft habe ich schon gesagt, dass Stecken draussen bleiben müssen?

Wie oft habe ich mich schon gebückt, um sie trotz aller Ermahnungen unter Betten, Esstischen, Kloschüsseln, Regalen, Stühlen hervor zu angeln?

Wie oft habe ich in der Wut einen zerbrochen und aus dem Fenster geschmissen, nachdem ich brutal darüber gestolpert war?

Wie oft habe ich Streit geschlichtet, weil nur ein einziger Stecken aus dem ganzen grossen Wald den Ansprüchen meiner Söhne genügen konnte?

Wie oft bin ich dazwischen gesprungen, ehe sie mit den Dingern aufeinander einschlagen konnten?

Wie oft habe ich schon Tränen getrocknet, weil einer des anderen Stecken gestohlen, kaputt gemacht oder zweckentfremdet hatte?

Wie viele sind schon auf der Strecke liegen geblieben, weil ich mich weigerte, meinen Söhnen das gesammelte Holz nach Hause zu schleppen?

Wie oft habe ich mir schon Vorwürfe anhören müssen, weil ich einen dieser magischen Stecken für ein ganz gewöhnliches Stück Holz gehalten hatte?

Wie viele durch Stecken zugefügte Wunden habe ich verarztet?

Wie viele davon hat “Meiner” zu Fotoobjekten zweckentfremdet und dadurch für lautes Protestgeheul gesorgt?

Wie lange wird es noch dauern, bis ich wehmütig an die Stecken zurückdenke, weil sie plötzlich keiner mehr anschleppt?

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Algarve News vom 21. bis 27. September 2026