Zum 100er wenigstens ein Klon

Alle, die brav mitgezählt (oder die Berichterstattung auf der offiziellen Star Wars Site verfolgt) haben, werden wissen, dass “Missing in Action” die 100. Episode von “Clone Wars” ist.

Die Macher der Serie hätten diesen Umstand beispielsweise dazu verwenden können, um uns eine Folge zu präsentieren, in der Yoda über seine Kindheit und Jugend erzählt.

Oder sie hätten uns eine Fortsetzung der Mortis Geschichte bringen können. Oder eine Folge, die Sidious’ Mechanismen und Intrigen zeigt. Oder eine epische Raumschlacht. Oder – zur Abwechslung – mal eine Geschichte, in der Obi-Wan UND Anakin UND Ahsoka vorkommen…

Statt dessen handelt Folge 100, wie schon 98 und 99 zuvor von “Frosch” Gascon und Nervensäge WAC-47!

Wobei ich sagen muss, dass “Mission in Action” der mit Abstand beste Teil der bisherigen Geschichte ist. Gut, das ist jetzt auch keine große Kunst.

Zum einen mag dies daran liegen, dass die beiden Figuren hier tatsächlich weniger nerven als in den beiden vorangegangenen Folgen (sie nerven zwar nach wie vor, aber eben weniger als zuletzt, zumindest mir erscheint es so, aber vielleicht bin ich inzwischen auch abgestumpft?!), zum anderen aber vor allem daran, dass sie sich diese 22 Minuten mit einem Klon teilen.

Dieser hört auf den Namen Gregor (nicht Gregory! – ich frage mich, ob es auch Klone gibt, die Bertram, Dirk oder Kai-Uwe heißen!) und weiß zunächst gar nicht, was ein Klon überhaupt ist geschweige denn, dass er zu dieser Gruppe gehört. Gregors “Selbstfindung” macht einen gar nicht so kleinen und durchaus interessanten Teil dieser Geschichte aus.

Ein Klon ohne Gedächtnis

Ein Klon ohne Gedächtnis

Das Konzept, die Figuren hinter den scheinbar identischen Rüstungen und Gesichtern der Klone zu zeigen zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie. Schon in der allerersten Folge “Ambush” kam dies zur Sprache, später in “Rookies” und “Hidden Enemy”, in Staffel 2 in den Kamino Folgen und später in “Deserter” und zuletzt im Umbara 4-Teiler in der vergangenen Staffel. Nie jedoch, wurde ein Klon so verletzlich und fast scheu gezeigt wie hier. Dies spiegelt sich nicht nur in seinem Verhalten, sondern auch in seiner Stimme wieder. Zu Beginn spricht Dee Bradley Baker Greogr sanft und leise und erst später, als er sich wieder seiner Rolle als Republic Commando erinnert ändert sich diese schlagartig in jene, die wir beispielsweise von Rex oder Cody kennen.

Ein Republic Commando in Amt und Würden

Ein Republic Commando in Amt und Würden

Weiters wird in dieser Folge wieder einmal auf ein Werk des Expanded Universe Bezug genommen und zwar auf die Schlacht von Sarrish, in der Gregor kämpfte bevor es ihn nach Abafar verschlug. Dies ist insofern bemerkenswert, als das bisher einzig Vorkommen dieser Schlacht in einem nur 10 Seiten langen Comic aus dem Jahr 2006 stattfand, das von Dark Horse anlässlich des Free-Comicbook-Days verschenkt wurde. Es durchaus ungewöhnliche Wahl von den Machern der Serie.

In seinem Videokommentar zu dieser Folge lässt es Dave Filoni offen, ob Gregor am Ende überlebt oder stirbt, nachdem in den letzen Szenen jedoch eine Musik mit Chorgesang zu hören ist und diese bisher immer ein recht untrügerisches Zeichen dafür war, dass gleich jemand den Löffel abgeben wird, würde ich nicht unbedingt mit seiner Wiederkehr rechnen.

Die schlechte Nachricht ist, dass die Frosch-und-Nervensäge-Geschichte mit “Missing in Action” immer noch nicht abgeschlossen ist (einmal müssen wir noch die Zähnen und die Arschbacken zusammenkneifen und durchhalten). Die gute Nachricht ist, dass mit der übernächsten Folge die Darth Maul und Savage Opress Geschichte fortgesetzt wird, die zu Beginn dieser Staffel mit “Revival” begonnen wurde. Und dann taucht auch Pre Vizsla, Satine und vielleicht sogar Sidious wieder auf.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • Diese Folge erlebt das erste Auftreten eines Sullustianers in der Serie. Ja, jener Rasse, der auch Nien Numb, Landos Co-Pilot in Episode VI angehört.
  • Besagtes Wesen, das auf den Namen Borkus hört trägt übrigens ein Hemd mit kleinen Palmen darauf, was in Anbetracht eines Planeten wie Abafar fast schon absurd ist.
  • Die Szene, in der zuerst WAC-47 und schließlich auch Gascon aus der Kantine geworfen werden, erinnert an ANH, als R2-D2 und C-3PO auf Tatooine eines entsprechenden Lokals verwiesen werden.
  • Einmal mehr zeigt sich in der Episode wie unfähig Droiden eigentlich sind, denn selbst in der Gruppe schaffen sie es aus kürzester Entfernung nicht, ihre Feinde zu treffen. Da ist wohl dringend ein Firmware-Update fällig!

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.


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