Zu Besuch bei Techland: Dying Light: Bad Blood

Zu Besuch bei Techland: Dying Light: Bad Blood BRUTAL ROYALE

Mit dem ersten und hierzulande indizierten Dying Light konnte das Breslauer Studio Techland eine respektable IP im Horror-Genre etablieren, die insgesamt rund fünf Millionen mal über die (digitalen wie physischen) Ladentische wanderte und sich durch ihren Parcour- und Melee Combat-artigen Ansatz angenehm von Konkurrenz abhob. Bei einem derartigen Achtungserfolg war es also folglich keine Frage ob, sondern wann der Nachfolger kommt. Nun waren auf der Gamescom nicht nur ein, sondern gleich zwei Titel aus dem Franchise spielbar. Während Dying Light 2 ein wunderbar authentisch-desolate Welt zeichnet, in der jede Entscheidung Gewicht hat und entsprechende Konsequenzen mit sich bringt, zeigt sich der Free to Play-Ableger Dying Light: Bad Blood eher unprätentiös, krawallig und schwimmt auf dem Erfolg der derzeitigen Battle Royale-Welle (PUBG, Fornite, H1Z1) mit. Doch gerade im Vergleich zur restlichen Battle Royale-Riege macht Bad Blood einige Sachen anders, die es wohltuend von der Masse abheben und das Spiel tatsächlich zu einem meiner Messe-Highlights gemacht haben.

12 In, 1 Out

Im Gegensatz zur Konkurrenz ist die Spieleranzahl hier auf 12 Spieler*Innen beschränkt, in einer Umgebung, die zwar durchaus offen ist, gerade auch in die Vertikale, aber dennoch nicht die Größenverhältnisse vergleichbarer Titel anstrebt. Und das macht auch Sinn: Denn die vertikale Orientierung ist nämlich bewusst an die Parcour-Elemente des Dying Light-Franchises angepasst und die räumliche Dichte ist dem Umstand geschuldet, dass hier weniger um sich geschossen wird, sondern es mit brachialen Nahkampfwaffen wie Spitzhacken, Äxten, Schraubenschlüsseln, Sicheln oder Schwertern aufs Fressbrett gibt. Deshalb auch die offizielle Bezeichnung „Brutal Royale", denn Dying Light: Bad Blood ist schon eine recht blutige Angelegenheit.

Ziel des Spiels ist es als letzter zu überleben oder wenigstens lange genug zu überleben, bis der rettende Hubschrauber das Areal anpeilt. Nun ist der Platz aber begrenzt: Es wird lediglich ein Überlebender zum Ende der Partie mitgenommen. Und zwar jener, der am meisten Blutproben gesammelt hat. Die Blutproben werden aus sogenannten „Hives" bzw. Zombiestöckern extrahiert und werden meist von mehreren Standard-Zombies sowie einem größeren Exemplar bewacht. Mit jeder extrahierten Blutprobe steigt man im Level auf - Die Gesundheit wird regeneriert, der Gesundheitsbalken wird erhöht, man teilt mehr Schaden aus - Tötet man eine*n Spieler*In, darf man seine Blutproben selbstverständlich plündern. Gerade zum Ende hin beginnen sehr intensive Scharmützel darum, wer die höchste Anzahl an Blutproben mit sich bringt, bevor es zum rettenden Chopper geht.

PHYSISCHES, ROHES ELEMENT

Die Vermengung von PvE- und PvP-Elementen ist hier wesentlich höher, als bei den Mitstreitern und räumlich sehr viel lokaler, deshalb auch sehr viel schneller als bei Fortnite und Konsorten. Da die zähe Anlaufphase bei den üblichen BR-Vertretern in der Regel etwas ist, was mich eher abschreckt, fand ich Dying Land: Bad Blood mit seinem Plug and Play-Ansatz sehr viel frischer. Während meiner Session bei Techland haben wir jeweils zwei Matches gespielt. Keine davon ging länger als zwanzig Minuten, insofern eignet sich Bad Blood auch für den kurzweiligen Thrill zwischendurch.

Die Nahkampf- und Parcour-Mechanik steht dem Spiel äußerst gut zu Gesicht: Man sprintet, rutscht, hüpft, pariert und schlägt zu. Die Mechaniken flutschen von der Hand. Gerade auch die mehrschichtigen („multilayered") Mapdesigns in Kombination mit der gegenüber dem Hauptspiel verbesserten Klettermechanik sorgen für einen angenehmen Flow und ein sehr physisches, rohes Element, dass sich sehr befriedigend anfühlt. Mich erinnert das ein wenig an eine knackigere Form vom Condemned 2-Mehrspielermodus damals. Neben den Nahkampftechniken kann man natürlich auch nützliche Items wie Schilder, Waffenupgrades oder Granaten und Bomben looten, um sich im Kampf einen Vorteil zu verschaffen. Die Kämpfe sind dabei sehr gory und gerade in den finalen Momenten unglaublich intensiv. Insofern ein kleines Highlight im Battle Royale-Metier.

Technisch kann ich nicht allzu viel zum Titel sagen. Er basiert auf der modifizierten Technik von Dying Light 1 - Während Dying Light 2 auf den neuen C-Engine Unterbau setzt, kommt bei Bad Blood noch die Techland-eigene Chrome Engine 6 zum Einsatz. Technisch wirkte der Titel bereits recht sauber, auch wenn an einer Stelle eines der „Hives" nicht extrahierbar war. Dying Light: Bad Blood startet bereits im September als Early Access-Titel. Käufer*Innen des Founder's Pack erhalten Zugang zu uniquen Verzierungen erhalten. Das grundsätzliche Spiel soll aber kostenlos spielbar sein.

Der offizielle Release ist auf Ende 2018, Anfang 2019 angesetzt. Bis zu dem Zeitpunkt will Techland noch am Polishing arbeiten, technische Verbsserungen, kleinere Arbeiten am Balancing, Neue Modi und gar ein neues Gebiet integrieren.

Uns hat die Gamescom-Demo ziemlich gefallen und dementsprechend lautet das

Fazit: Sehr gut!


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