Wolfgang Münchau (FTD): Warum die Euro-Zone zerbricht

Wolfgang Münchau (FTD): Warum die Euro-Zone zerbricht
Einige Zitate aus dem langen scharfsinnigen Artikel des FT- und FTD- Kolumnisten in der FTD von gestern - die Lektüre des ganzen Artikels ist jedem zu empfehlen, der nicht die Augen verschließen will, was gegenwärtig auf dem Spiel steht.
Der EU-Rettungsschirm kann die Insolvenz der Pigs-Staaten nicht verhindern. Tatsächlich machen die Hilfskredite alles nur schlimmer – sie bedrohen die Existenz der Währungsunion. 
Wir steuern in Europa auf einen Massenbankrott souveräner Staaten zu. Griechenland, Irland und Portugal werden irgendwann in den nächsten Jahren ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Dazu sind die Schuldenstände zu hoch, und das Wachstum ist zu gering. 
Auch die Kredite unter dem europäischen Rettungsschirm helfen da
nicht. Irland muss dafür Zinsen von 5,8 Prozent zahlen. Bei einem Realwachstum von minus zwei Prozent und fallenden Preisen beschleunigt das nur die Insolvenz. 
In Irland ist eine der gewaltigsten Immobilienblasen der modernen Geschichte geplatzt. Ebenso in Spanien.
Schon jetzt sehen wir, dass die Wachstumsprognosen für 2010 zu
optimistisch waren. Griechenland hat schon die erste Hürde gerissen. Die Europäische Kommission sagt, dass auch Spanien seine Ziele nicht erreichen wird. 
Die EU ist wie ein Hund, der seinen Schwanz jagt. Die Kommission sagt, er müsse schneller jagen.
Internationale Investoren sind oft irrational, aber nicht annähernd so
irrational wie Politiker angesichts einer Krise.
Mit projizierten Staatsschuldenständen von 100 bis 150 Prozent,
stagnierenden Wachstumsraten und steigenden Marktzinsen ist die Insolvenz dieser Länder nicht mehr aufzuhalten.
Es sind keine Spekulanten am Werk. Es gibt einfach niemanden mehr im Privatsektor, der zu den gegebenen Konditionen noch Staatsanleihen aus der europäischen Peripherie kauft. Und da die EU-Regierungen das Problem nicht lösen, sondern nur deckeln, verlieren die Investoren das Vertrauen
Irgendwann werden Regierungen in den betroffenen Ländern erkennen, dass sie selbst beim besten Willen die Kurve einfach nicht mehr kriegen. 
In der Zwischenzeit steigen die Schuldenlasten der Staaten in der europäischen Peripherie, und es kommt am Ende zu einem Ausfall, der die Kreditgeber, allen voran Deutschland, sehr viel Geld kosten wird. Es wäre viel billiger, Griechenland und Irland jetzt in die Insolvenz zu schicken und das Geld für eine dann nötige Rekapitalisierung deutscher
Banken auszugeben. 
Es stellt sich die Wahl zwischen einem Schrecken ohne Ende – dem Verbleib im Euro-Raum mit geringem Wachstum und schwacher Wettbewerbsfähigkeit – und einem Ende mit Schrecken. Eine
Restrukturierung der Schulden, verbunden mit einer Abwertung, würde
innerhalb von zwei oder drei Jahren wieder zu positivem Wachstum führen. Bei Verbleib im Euro-Raum droht die ewige Krise.
Wenn wir nicht bald entschlossen handeln, erlebenwir in diesen Tagen und Wochen den Anfang vom Ende der EU selbst.

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