Wohlstand? Arbeitsplätze? Alles Lüge!

Wenn die EU das europäisch-kanadische Abkommen CETA abschließt, genießen kanadische Konzerne in ganz Europa Investitionsschutz. Das Abkommen, das hauptsächlich “im Geheimen” verhandelt wurde, ist bereits beschlossen, aber es bedarf noch der Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates, was die Regierungen der EU-Staaten jedoch als “Formsache” anzusehen scheinen.

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“Raubbau ohne Grenzen” – Foto: © aus dem Flyer des Umweltinstitut München e.v – (1) http://www.umweltinstitut.org

Und das droht uns:
Beispiel Rumänien. Da kommt eine Firma vom weit entfernten Kanada, sprengt in Rumänien mehrere Berge, um an Gold zu kommen und löst das Edelmetall mit giftiger Zyanidlösung aus dem Gestein.
Ein armes Land –billige Arbeitskräfte – und als Krönung des Ganzen wird dem Land ein riesiger toter Gift-See hinterlassen. [Die Kanadier haben schliesslich Erfahrung in größflächiger Landzerstörung inkl. Umweltdesaster und giftiger Seen. Hierzu lesen: Öl aus Teersand - Eine Sauerei ohnegleichen]

Wahrscheinlich wird für Arbeitsschutz, wenn überhaupt, nur wenig investiert. Dass sich die Investitionen da rentieren ist klar, sonst würden die nicht nach Europa schielen. Und die Folgekosten für die vergiftete Umwelt, die Rumäniens Kinder und Kindeskinder danach betreffen werden? Nach dem Raubbau wird die das nicht interessieren.
Leider gibt es bereits übelste Erfahrungen mit Roșia Montană (Karpaten). Was dort bereits heute schon läuft und wie sich die Rumänen dabei vorkommen, kann in diesem Interview nachgelesen werden:
“Protest in Bukarest: Rumänen fühlen sich wie in einer “EU-Kolonie”

Wenn Kanada mit dem Abkommen den Investitionsschutz in der Tasche hat, droht vielen Standorten in Europa ähnliches. Zudem können dann Firmen aus den USA und Europa, die Tochterunternehmen in Kanada haben, dieses Schlupfloch nutzen, um risikolose Gewinne zu generieren.
Wer wird die Zeche zahlen?

Von wegen “Eigentum verpflichtet”. Was dies im Prinzip bedeutet kann man hier recht gut nachlesen, das scheint jedoch im heutigen Geschäftsleben keinerlei Relevanz mehr zu haben. Die heutige Generation von Firmen und ihre Manager haben damit längst nichts mehr am Hut, sondern sind nur auf schnelle, risikolose Gewinne aus.
Nachhaltigkeit, Standortsicherungen? Interessiert die Wirtschaftsbosse nicht. Die Börse und ihre reine Ausrichtung auf Gewinne tut ein übriges dazu.
Nun, unser Beispiel Rumänien liegt in der EU. Das Land ist arm. Wenn die Menschen dieses Landes in Not geraten, steht die EU dafür ein. Nicht etwa Kanada. Ergo zahlen die Zeche wir alle, die Menschen in Rumänien zusätzlich mit Gesundheit und Leben. Nachdem sie mit einem Hungerlohn abgespeist wurden, der gerade so für das tägliche Brot reicht. Den Doktor, die Hinterbliebenen Witwen und Waisen, das verlorene Stück Land. Die verlorene Lebensqualität. Das Elend bleibt zu Hause.
Gewinn pur.

“CETA stärkt international tätige Großkonzerne und schwächt die Demokratie. Das Abkommen erschwert es der Bevölkerung und der Politik, sich gegen gefährliche Technologien wie Fra- cking oder Bergbau mit Zyanid zu wehren und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen.”
Zitat aus dem Flyer “Raubbau ohne Grenzen” (1)

All diese Handelsabkommen, die uns nicht nur Lohn und Brot versprechen, sondern sogar Wohlstand. Für den Moment scheint alles wie ein goldener Apfel, nach dem man nur zu greifen braucht. Doch wenn wir danach gegriffen haben, müssen wir erkennen, dass dies nur eine hauchdünne Schicht für den Glanz ist, um uns den Apfel gut verkaufen zu können. Und innen ist er faul.
Diese ganzen Handlungen unserer Volksvertreter, die nicht nach vorne schauen. Die die Wirtschaft wie ein goldenes Kalb anbeten, die die Verarmung und Verelendung der Bevölkerung in den mittleren und unteren Schichten der Gesellschaft zulassen, die Unfrieden und Kriege in fernen Ländern schüren und die Väter, Brüder und Söhne unserer Länder an die Fronten senden „um Frieden zu stiften“ während unsere Wirtschaftsunternehmen an dem Vertrieb der Waffen verdienen:
ALLES LÜGE.

ein Zwischenruf von Heidi Sattler

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Lesen Sie dazu unbedingt:


(1) Raubbau ohne Grenzen: Neuer Flyer zum Abkommen CETA
vom Umweltinstitut München e.V.
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Quellen – weiterführende Links

“Raubbau ohne Grenzen” – Foto: © aus dem Flyer des Umweltinstitut München e.v – (1) http://www.umweltinstitut.org


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