Wir hatten mal Nachbarn…

…die hatten auch ein Kind. Eines. Und irgendwie hatten sie auch einen leichten Schlaf. Nun halten wir es mit Goethes „Tages Arbeit! Abends Gäste! Saure Wochen! Frohe Feste!“… Bloß, dass nach der Arbeit und den Gästen eben der Kinder wegen noch weitere Arbeit anstand. Und wenn dann zur Unstunde die Wäsche in die Waschküche getragen werden musste (zu unserem Waschküche-Trimmdichpfad hier mehr), stieg ich schon die Treppe runter- und wieder hoch. Aber es knarrte nie eine Stufe. Sind auch aus Stein, ich gebe es zu. Es stand uns weder ein fliegender Teppich noch ein fliegender Waschkorb zur Verfügung. Leider. Jedenfalls war der Protest über unsere vermeintliche nächtliche Ruhestörung groß. Dann bekamen diese Nachbarn noch ein Kind. Ich unterhielt mich gerne mit dem nachbarlichen Gatten, wenn ich ihn nach zehn abends in der Waschküche antraf. Diskret wie ich bin, erwähnte ich das Vergangene nie.

 


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