Winterzeit – Badezeit. Frage der Woche: Warum kann Baden die Haut austrocknen?

Wer freut sich nicht auf ein warmes Bad, wenn es langsam kälter und die Tage immer kürzer werden?  Der Winter ist die Hauptsaison für Badewannenbegeisterte und die Werbung suggeriert uns gern, dass wir uns mit einem heißen Bad etwas Gutes tun, gerade wenn es richtig doll schäumt. Tatsächlich entspannt die Wärme des Wassers die Muskulatur, deshalb steigen wir so wohlig entspannt aus der Wanne. Leider kann Baden die Haut auch sehr austrocknen, wenn täglich und vor allem zu heiß gebadet wird. Tenside (waschaktive Substanzen) entfernen nicht nur Schmutzpartikel, sondern lösen auch Lipide aus der Haut, die die Haut eigentlich mit Feuchtigkeit versorgen sollen. Wer sich trotzdem ab und zu den Genuss eines Bades gönnen möchte, kann Austrocknung mit ein paar Tipps reduzieren:

  • Die Badetemperatur sollte nicht mehr als 35 Grad Celsius betragen.
  • Das tägliche Bad durch eine kurze Dusche ersetzen, Baden nur zu besonderen Anlässen.
  • Auf tensidreiche und stark schäumende Badezusätze verzichten, stattdessen rückfettende Substanzen ins Badewasser geben, am besten Badeöle.
  • Nach dem Bad die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, hier bietet sich ein Hautöl an.

Zum Thema Baden haben wir einige hilfreiche Expertenstatements für euch zusammengestellt.

 Warum trocknet tägliches Baden die Haut aus?

Prof. Dr. med. Ulf Darsow, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, TU München:
„Tägliches Baden trocknet die Haut aus, weil dadurch Lipide und Feuchthaltefaktoren ausgewaschen werden. Diese sind für die Aufrechterhaltung der Barrierefunktion der Haut erforderlich. Dermatologen empfehlen daher eher kurzes, nicht zu warmes Duschen, wenn tägliche Reinigung erforderlich ist.“

Dr. med. univ. Elisabeth Schuhmachers, Fachärztin für Dermatologie mit eigener Praxis in München:
„Beim Baden hat die Haut relativ lange Kontakt mit Wasser. Dadurch quillt die oberste Hautschicht auf und nach dem Baden kann diese Feuchtigkeit dann verdunsten. Die Haut spannt durch den Feuchtigkeitsverlust. Zusätzlich werden Hautlipide aus der Haut gelöst, besonders wenn man noch zusätzlich tensidreiche Schaumbäder verwendet. Auch die Temperatur spielt eine Rolle. Bei sehr heißen Bädern werden mehr Lipide aus der Haut gelöst. Wer nicht auf Baden verzichten möchte, sollte pflegende, rückfettende Badezusätze verwenden und nicht zu lange und nicht zu heißbaden. Nach dem Baden empfiehlt sich das Eincremen mit einer rückfettenden Lotion.“

Sabine Kästner, Beauty- und Naturkosmetikexpertin bei Lavera:
„Beim Baden quillt die Haut auf – ganz besonders, wenn Badesalze hinzugefügt werden. Sehr waschaktive, schäumende Shampoos enthalten zu starke Tenside, die den Schutzmantel im wahrsten Sinne des Wortes aufweichen. Die Haut wird besonders gut gereinigt und dabei ausgetrocknet. Badezusätze sollten daher immer rückfettende Bestandteile enthalten, wie zum Beispiel Badeöle. Empfindliche Hauttypen freuen sich über Abwechslung und ebenso verwöhnende Creme-Öl-Duschen.“

Doris Förster, Specialist Communications & PR, Mary Kay Cosmetics GmbH:
„Gerade an kalten Herbsttagen können wir bei einem heißen Schaumbad besonders gut entspannen. Unserer Haut tun wir mit einem täglichen Bad allerdings keinen Gefallen. Das Bad trocknet sie zunehmend aus und ihr empfindlicher Schutzmantel wird angegriffen. Gerade, wenn es immer kälter wird, verliert die Haut durch Kälte und Heizungsluft ohnehin viel Feuchtigkeit – ein Bad verstärkt das noch. Die Folge: Die Haut spannt und juckt nach dem Baden. Daher ist es wichtig, die Haut umfassend mit Feuchtigkeit zu versorgen.“

Dr. Michaela Arens-Corell, Leiterin der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung der Sebapharma GmbH & Co KG:
„Die Hydrolipidbalance wird beim Baden durch Auswascheffekte belastet. Der intensive Kontakt mit Wasser spült natürliche Feuchthaltefaktoren und schützende Lipide von der Oberfläche und aus den oberen Hautschichten ins Badewasser. Nach dem Baden braucht die Haut längere Zeit, um den Verlust wieder auszugleichen. Gelingt das bis zum nächsten Bad nicht, entwickelt sich zunehmend ein Mangel an Feuchtigkeit und Lipiden, die Haut spannt, wird rau, schuppt sich und juckt gar. Minimiert wird der Schaden durch seltener baden, möglichst kurze Badedauer, Badewasser nicht heißer als 35 °C und die Verwendung milder, pflegender Badezusätze mit pH-Wert 5,5.“

Quelle Expertenstatements: Beautypress.de

Foto: Rike /pixelio.de


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