Winterthur: Concrete – Fotografie und Architektur

Fotomuseum Winterthur: Concrete – Fotografie und ArchitekturDas Fotomuseum Winterthur feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum mit einer großen Schau zur Architekturfotografie, die am 1. März eröffnet wird. Die Ausstellung nähert sich dem eigentümlichen, vielfältigen Verhältnis von Architektur und Fotografie auf verspielte, erzählerische und dialektische Weise , fragt nach Historie und Ideologie, aber auch nach Form und Materie im fotografierten Bild.

Ausstellungsbeschreibung

Architekturen und Städte sind Körper und Bilder zugleich. Sie werden unmittelbar körperlich, sinnlich, aber auch über Bilder erlebt. Bilder sprechen eine andere Sprache als die körperliche Erfahrung von Architektur. Sie verwandeln Volumen in Fläche, sie destillieren Materie zu Form und Zeichen. Fotografie formt Architektur, verformt sie, vergrössert, verkleinert, erhöht oder erniedrigt sie, akzentuiert sie, aber kaum je wird Architektur «in Ruhe gelassen». Wohl deshalb versuchen viele Architekten, das Bild ihrer Gebäude mitzubestimmen, mitzugestalten. Architektur wird meist fotografiert, bevor Gebrauchsspuren auftauchen, bevor das Gebäude in Besitz genommen und verwandelt wird.

Concrete – Fotografie und Architektur will sich dem eigentümlichen, vielfältigen Verhältnis von Architektur und Fotografie auf verspielte, erzählerische und dialektische Weise annähern. Die Ausstellung fragt nach Historie und Ideologie, aber auch ganz konkret nach Form und Materie im fotografierten Bild. Die visuelle Anziehungskraft von zerstörten oder zerfallenen Gebäuden wird ebenso thematisiert, wie wuchtige Macht- und Abgrenzungsdemonstrationen, aber auch Fragilität und Schönheit einer Architektur auf Zeit. Inwiefern beeinflusst die Fotografie nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch die Gestaltung von Architektur? Wie wird Architektur im Bild lebendig, wann wird sie unheimlich? Wie wachsen Siedlungen zu Städten zusammen? Oder soziologischer gefragt: Wieso verschränken sich Arbeit und Leben in Zürich und Winterthur anders als in Kalkutta? Und wie lassen sich Wolkenkratzer und Wohnräume in die flache Welt der Fotografie übertragen?

U.a. mit Werken von Iwan Baan, Édouard-Denis Baldus, Lewis Baltz, Domenico Bresolin, Balthasar Burkhard, Gregory Crewdson, Willie Doherty, Sigfried Giedion, David Goldblatt, F.C. Gundlach, Lucien Hervé, Yasuhiro Ishimoto, Germaine Krull, Stanley Kubrick, Sol LeWitt, El Lissitzky, Charles Marville, Gordon Matta-Clark, Randa Mirza, Lucia Moholy, Nils Nova, Albert Renger-Patzsch, Thomas Ruff, Julius Shulman, Ezra Stoller, Paul Strand, Thomas Struth, Hiroshi Sugimoto, William Henry Fox Talbot, Jakob Tuggener, Robert Venturi & Denise Scott Brown , Paul Virilio, Michael Wesely, Anita Witek, Ulrich Wüst und Tobias Zielony.

Kurator der Ausstellung ist Thomas Seelig. Zur Ausstellung erscheint im Verlag Scheidegger & Spiess ein Katalog mit 200 der wichtigsten Architekturfotografien seit dem 19. Jahrhundert.

Quelle: Fotomuseum Winterthur

Wann und wo

Fotomuseum Winterthur
Grüzenstrasse 44/45
CH-8400 Winterthur

2. März bis 20. Mai 2013
Vernissage mit Einführung in die Ausstellung am 1. März, 18:00 bis 21:00 Uhr

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm


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