Wie Sie auch im Urlaub Übersäuerung vermeiden

Wie Sie auch im Urlaub Übersäuerung vermeiden

Wer auf Reisen geht, freut sich auf Entspannung, Erholung und darauf, sich einmal so richtig verwöhnen zu lassen. Dazu gehören natürlich auch neue kulinarische Eindrücke. Ihr Körper macht jedoch nie Urlaub. Der Stoffwechsel arbeitet unablässig und immer nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten. Die neuen Eindrücke, anderes Essen, vielleicht sogar eine Zeitverschiebung, bedeuten für ihn eher Arbeit. Wie Sie auch im Urlaub auf Ihren Stoffwechsel achten und Übersäuerung vermeiden, wollen wir uns in diesem Artikel anschauen.

Andere Länder, andere Säuren

Wenn Sie in Ihrem Reiseland angekommen sind, das erste Mal essen, sagt Ihnen Ihr Körper vielleicht deutlich, dass das jetzt ungewöhnlich ist. Meist geht das eher subtil von Statten: Eine Portion hält ungewöhnlich lang oder ungewöhnlich kurz satt, der Bauch zwickt ein kleines bisschen oder der Stuhlgang verändert sich. Ihr Stoffwechsel ist ein sehr empfindliches System. Positiv ausgedrückt könnte man auch sagen, er ist erfahrungshungrig und stellt sich gerne auf neue Eindrücke ein. Das ist völlig normal und wird in zwei oder drei Tagen okay sein, denn wie gesagt, „Freund Stoffwechsel“ ist sehr flexibel. Wenn andere Speisen verdaut werden, kommen natürlich auch andere Stoffwechselabfälle zu Stande. Wenn Ihr Körper die nicht erkennt, legt er sie „auf Halde“, was zur Übersäuerung und Verschlackung führen kann. Und hier kommt schon der erste Tipp:

  • Achten Sie besonders im Urlaub darauf, dass zwischen dem Abendessen und dem Schlafengehen mindestens zwei Stunden liegen (drei wären noch besser). Machen Sie einen Verdauungsspaziergang, um dem Stoffwechsel noch einen kleinen Schubser zu geben. So funktioniert die Selbstreinigung und vor allem die Neutralisierung von unerwünschten Stoffen im Schlaf perfekt.

Übrigens: Wenn Sie in Mittelmeerländer reisen und wirklich landestypisch essen (so, wie die Einheimischen; nicht die für Touristen-Gaumen zurecht gebogene Version) kann es durchaus passieren, dass Sie eine ungeplante Entschlackungskur einlegen. Olivenöl, viele Kräuter und sehr urige, naturnahe Speisen bringen auch Ihrem Stoffwechsel „Urlaub“. Will er nicht (der kleine Workoholic), also nutzt er die Kapazitäten und räumt mal ordentlich auf.

Kriegen Sie also keinen Schreck, wenn Sie oft zur Toilette müssen. Ist das ganze schmerzfrei und verlieren Sie nicht schnell an Gewicht, ist das gut. Auch hier gilt es allerdings, eine mögliche Übersäuerung im Blick zu behalten: Gemüse werden meist gegrillt, die Fruchtsäuren bleiben also erhalten. Da Sie jetzt mehr davon zu sich nehmen,  kann es sein, dass Ihr Stoffwechsel beim Neutralisieren nicht nach kommt. Und gleich noch ein Tipp:

  • Nehmen Sie sich, für alle Fälle, ein basisches Mineralprodukt mit. Auf diese Weise stellen Sie Ihrem Stoffwechsel zusätzliche Neutralisatoren zur Verfügung und gleichen Mineralstoffverluste, etwa durch vermehrtes Schwitzen, gleich noch mit aus.

Im Morgenland kann man „sauer“ werden

Wer Ziele in Nordafrika, der Türkei oder auch in Asien vorzieht, sollte sich vorher mit der Landesküche befassen. Besonders für die Gäste wird hier mit Geschmacksverstärkern gearbeitet, in Asien gehören Glutamat und Konsorten zum „guten Ton“ in der Küche. Auch mit Farben wird, vor allem in Indien und Thailand, gearbeitet.Diese Dinge sind grundsätzlich ungefährlich, jedoch haben wir hier wieder die Situation, dass Ihr Körper mit diesen Stoffen nicht vertraut ist. Resultat: Übersäuerung.

Die äußerst gastfreundlichen Orientalen präsentieren ihren Gästen Gerichte, die für sie als Festessen gelten. Was diese Speisen so besonders macht? Sie enthalten reichlich vom für die Region überaus kostbaren Salz. Es wirkt entwässernd, Mineralstoffe werden ausgeschwemmt. Die fehlen nun aber im inneren „Chemiebaukasten“ und so kann erneut Übersäuerung entstehen.

Wenn das Verhältnis von Salz und Wasser stimmt, wirkt es wiederum isotonisch, gleicht also den Mineralhaushalt aus. Das ist der Grund, warum Orientalen sehr viel zum Essen trinken (bis zu einem Liter Tee zu einer Mahlzeit pro Kopf ist durchaus normal).

  • Machen Sie es Ihren Gastgebern nach: Wenn Sie sehr würzig-salzig essen, trinken Sie reichlich dazu. Das hilft auch noch dabei, nicht mehr zu essen als die Hüften verzeihen.

Inneres Gleichgewicht auch im Urlaub wahren

Eine Liste über den Säure-Basen-Effekt von Lebensmitteln mitzunehmen, ist bestimmt eine gute Idee. Vielleicht mögen Sie sich ja auch vorher informieren, wie in Ihrem Reiseland gegessen wird. Übersäuerung im Urlaub wird auch vermieden, wenn Sie darauf achten, im Urlaub schlicht nicht mehr zu essen, als sonst auch. Noch ein Tipp:

  • Achten Sie auf Ihre Sinne. Der Körper ist ein ganzes, in sich geschlossenes System. Wenn bei Ihnen Duft oder Anblick einer Speise Ablehnung oder gar Widerwillen erzeugt, essen Sie es nicht. Vermutlich wird Ihnen diese Speise nicht bekommen.
    Das Gleiche gilt für den Geschmack. Sicher sind andere Geschmäcker nun einmal Erfahrungen im Urlaub. Doch wenn Ihnen ein Geschmack wirklich Widerwillen bereitet, dann vermutlich deswegen, weil Ihr Körper Ihnen so sagt, dass er die Speise ablehnt. Auch das ist ein wirksamer Weg, Übersäuerung im Urlaub zu vermeiden.

Wenn Sie dann auch noch beim Flug ins Urlaubsland auf reichliches Trinken achten, und nur so viel essen, wie Sie wirklich mögen, werden Sie aus Ihrem Urlaub viele schöne Erinnerungen mit bringen, aber definitiv keine Übersäuerung. Erholen Sie sich gut!

Bildquelle: © Ulrich E. K. Schmidt  / pixelio.de

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