Wie geht das, die Sache mit dem Schreiben

Kennt ihr das, wenn einem der Kopf überquirrlt vor Gedankenströmen, die einen nicht mehr in Ruhe lassen, aber ihr nicht wisst, wir ihr es aufs Papier bringen sollt?

Wie geht das, die Sache mit dem Schreiben

Ich kenne es nur zu gut. Ich weiss auch gar nicht, was mir dann genau hilft mich zu sortieren. Ja sortieren, so nenne ich es immer, wenn meine Gedanken mich nicht verlassen können, ich keinen klaren Satz auf das Papier, welches vor mir liegt, bringen kann. Dann rauche ich oder trinke einen Kaffee oder auch mal Tee. Versuche meine Gedanken zu ordnen. Sätze zu bilden aus den Brocken an Buchstaben die durch mein Hirn rauschen. Sie müssen sich dabei nicht einmal reimen. Reimlos, das liegt mir eh viel mehr als alles Gereimte was ich immer so zu lesen bekomme.

Findet ihr nicht auch, dass sich gereimte Sachen irgendwie, wie zusammengebaut anhört? Ich mag es wenn man das schreibt was einem gerade durch den Kopf geht, auch wenn sich das jetzt, im Bezug zu dem, was ich gerade oben erwähnt habe, etwas verwirrt - zerstreut - unklar anhört.

Wann kann ich am besten Schreiben, bzw. wo?

Ich habe den ganzen Tag so viele Gedanken im Kopf, neue Texte oder auch Stücke, dass ich Nachts, wenn ich im Bett liege mir alles noch einmal -  quasi durch den Kopf gehen lasse -  und versuche etwas Sinnvolles daraus zu machen. Und zu meiner Verwunderung funktioniert es. Aber es funktioniert "leider" nur so lange, wie ich wach durch die Nacht laufe, nicht schlafen kann, oder meinen Müdigkeitspunkt schon lange überschritten habe. Jedesmal sage ich dann zu mir selbst -  ja, ich rede auch manchmal mit mir alleine - und es soll auch gar nicht schlimm sein, laut Aussagen von Psychologen, "komm Junge, hole Stift und Papier, oder einfach dein Brett (Mein riesen Telefon) und notiere dir wenigstens ein paar Stichpunkte, oder spreche sie in die tolle Aufnahmefunktion, die mir mein Brett bietet, damit du sie morgen noch hast".

Und, was mache ich? Nichts.

Ich habe die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass ich es, wenn ich erwache, alles noch weiß. Leider werde ich dann jedes Mal eines besseren belehrt. Dann ist alles weg. Die Gedanken, egal ob diese nun schön, oder traurig, humorvoll oder ernst waren. Am nächsten Morgen sind all die schönen Sachen , die mir in der Nacht zuvor noch eingefallen waren verschwunden.

Was macht ihr , schreibt ihr euch die Sachen, Worte, Wortstückchen, Sätze oder ganze Stücke und Texte gleich auf, damit ihr sie nicht vergesst ?

Nur selten kommt es vor, dass ich mir Stücke wirklich abringe, damit sie auch zu dem passen was ich veröffentliche. Herzensleid, das ist zum Beispiel ein Stück, welches ich nur für meinen gleichnamigen Gedichtband geschrieben habe. Da ist es mir zum ersten Mal sehr leicht gefallen. Ich hatte eine Idee, es sollte etwas aussagen und dann habe ich einfach drauf los geschrieben. Diese Gabe allerdings wird mir leider nur selten zu Teil. Im Gedicht Herzensleid, ist alles enthalten. Wer das Stück liest, der weiss was er mit dem Gedichtband kauft. Stücke über das "Weltthema" Liebe, Stücke über Leid, Trauer, aber auch Freude und Stücke über die Gesellschaft. All das, was in diesem Gedichtband steht habe ich geschrieben wenn ich auf Reisen war. Denn auf Reisen fallen mir die meisten meiner kleinen und großen, guten und nicht so guten Texte - und oder Gedichte ein. Viele Menschen hatten teil an dem was auf 80 Seiten Platz gefunden hat, Menschen die gar nicht wissen, dass sie ein Teil von dem sind, was mir durch den Kopf ging. Menschen, die in meinen Gedanken einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Um meine Frage "Wie geht das, die Sache mit dem Schreiben" zu beantworten. Ich weiss es nicht. Schreiben gehört einfach zu meinem Leben. Ich liebe es. Ich lebe es. Auch wenn das was ich schreibe nicht in jedem Menschen, der es liest seinen Platz findet. Denn ich bin nun mal nicht Mainstream. Wie sage ich immer?  An manchen Tagen fallen all die Worte, die nicht der Worte wert sind, aber dennoch Wort genannt werden wollen einfach so aus mir heraus. Und wenn genau das passiert, wenn die Worte einfach so aus mir heraus fallen und ich nicht vergesse diese Worte aufzuschreiben, dann habe ich ein neues Stück erschaffen. Ein Stück, dass es vorher nicht gab aber Daseinsberechtigung in der Welt gefunden hat.

 

Autor: Gewürfelte Worte
Datum: 15.11.13 Keine Kommentare Label: Privates

 


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