Wie du lernst, 100% authentisch zu sein!

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Autor: Das ist ein Gastartikel von Tim Hamer. Tim schreibt auf seinem Blog dubistgenug.de über die Themen Selbstwertgefühl stärken und mutig leben. Er ist 29 Jahre alt und wohnt und studiert in Berlin.

Was bedeutet es für dich ganz persönlich, absolut und vollkommen authentisch zu sein?

Für mich bedeutet es, absolute Klarheit über meine Gedanken, Gefühle und dem zu haben, was ich mit meinem Leben anfange und dazu auch voll und ganz und mit absoluter Überzeugung zu stehen – immer und überall.

Noch mehr sogar: ich kommuniziere all das auch ganz klipp und klar. Ich lasse es mein Gegenüber wissen, wenn er mich nervt oder ich mich ungerecht behandelt fühle. Genauso zeige ich Menschen aus vollen Herzen, wenn ich sie mag. Ob nun auf freundschaftlicher oder Liebesbeziehungsebene.

OFFENHEIT

Ich gehe offen damit um, dass ich oft unsicher bin und mir einen tierischen Kopf mache, wie die Leute auf meine Texte reagieren oder ob sie sich vor ihrem Bildschirm bei meinen Videos fremdschämen. Ich gebe zu, dass es mich einiges an Überwindung gekostet hat, den Matthias um diesen Gastartikel zu bitten, aus Angst vor Ablehnung.

Genauso aber mache ich keinen Hehl daraus, dass ich gerade mein erstes Buch fertiggestellt habe und ich mich darüber freue wie ein Schnitzel und unglaublich stolz bin. Ich meine wer hat schon ein Buch geschrieben.

Ich streite nicht ab, dass es bei mir Licht und Schatten gibt. Dass ich mich manchmal fühle, wie der absolute König und manchmal den Leuten nicht einmal gerade in die Augen schauen kann.

Ich will keinen weißmachen dass ich der Guru bin, aber ich verstecke mich auch nicht und biete in den richtigen Situationen den richtigen Menschen meine volle Unterstützung an, denn ich weiß dass ich zu meinem Thema eine ganze Menge zu sagen habe.
Kurzum, ich habe ein gutes Gespür dafür entwickelt, wie es in mir aussieht und wie genau ich mich in jedem bestimmten Moment fühle und bringe den Mut auf, es auch zu zeigen.

DEINE BEZIEHUNG ZU DIR UND ANDEREN MENSCHEN

Doch was habe ich davon? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ohne diese Authentizität und Offenheit keine wirklich tiefgründigen zwischenmenschlichen Beziehungen möglich sind. Wenn du dich nicht absolut so zeigst, wie du bist, wenn du nicht frei heraus kommunizierst, was du fühlst und denkst, dann ist es für andere Menschen unmöglich, auch offen und authentisch zu sein. Sie können dich nicht einschätzen und dir so auch nicht vertrauen. Dieses Vertrauen ist jedoch die Grundlage für wirklich erfüllende und tiefgründige Beziehungen.

Zeigst du dich offen und stehst zu dir, dann zeigen sich auch andere offen und stehen zu sich. Denkst du aber, du müsstest erst etwas bestimmtes sein oder erreichen, dann wird es nicht klappen. Du denkst dann, dass du nicht genug bist. Wenn du denkst, du müsstest erst humorvoller, spontaner, sportlicher, erfolgreicher im Beruf oder was sonst alles noch sein um genug zu sein, dann wirst du es nie schaffen. Du wirst nämlich niemals jemand anderes sein, als du bist. Wieso also nicht jetzt schon du selbst sein?

UNSERE BEZIEHUNG ZU UNS SELBST

Aber nicht nur das. Oftmals setzen wir sogar vor uns selbst eine Maske auf. Wir wollen einfach nicht wahrhaben, dass wir auch mal Wut, Trauer, Ärger oder Angst fühlen. So bleibt, und das ist fast noch schlimmer, eine wirklich tiefgründige Beziehung zu uns selbst auf der Strecke.

Deshalb habe ich es mir mehr und mehr zur Lebensaufgabe gemacht, all diese Dinge nicht verstecken zu wollen. Das Thema meines Blogs ist Selbstwertgefühl. Ich weiß mit 100%-iger Sicherheit, dass wenn ich solche Dinge verstecke und nicht offen zeige, dass ich dann einen Teil von mir ablehne.

Da ist etwas – ein Gedanke, ein Gefühl, etwas das ich in meinem Leben tue – von dem ich nicht will, dass es andere mitbekommen. Das hat absolut verheerende Wirkung auf mein Selbstwertgefühl. Wenn ich mich selbst absolut akzeptieren will, und das ist die Grundlage jedes Glücks und Selbstwertgefühls, dann kann ich keinen Teil an mir unterdrücken, dann muss ich radikal ehrlich sein, zu mir selbst und zu anderen.

Radikal ehrlich über meine Gefühle, Gedanken und Handlungen.

Vor allem aber vor mir selbst. Viel zu viele Menschen versuchen ungewollte Gefühle in tausend verschiedenen Spielarten zu betäuben. Sie sitzen dann stundenlang vor dem TV oder PC oder nehmen Alkohol oder sonstige Drogen zu sich. Unterdrücke es nicht. Schaue hin!

Wann warst du das letzte Mal wirklich du? Wann hast du dich das letzte Mal so richtig authentisch gezeigt? Ohne ein Bild von dir an den Mann oder die Frau bringen zu wollen? Ohne Angst davor zu haben, abgelehnt oder „nicht mehr gemocht“ zu werden, wenn du mal ordentlich auf den Putz haust, einen schlechten Witz erzählst, einfach mal den Kommentar hinausposaunst, der dir gerade auf der Zunge liegt, oder einfach mal still und schweigsam bist, wenn alle Aktion von dir erwarten – einfach weil du dich danach fühlst, einfach weil du es dir wert bist.

Leider haben viele Menschen schon so lange ein falsches Bild von sich präsentiert, dass sie gar nicht mehr so ganz genau wissen wie es sich anfühlt, sie selbst zu sein. Dieses Wissen gilt es jetzt, wieder zurückzuerobern!

Die ersten Schritte zu mehr Authentizität und somit auch zu einer viel tieferen Beziehung zu dir selbst werden wir jetzt gemeinsam gehen.

Auf die Plätze, fertig, los.

Auch wenn es vielleicht etwas schräg für dich klingen mag, aber du bist genug, und zwar in jeder Sekunde deines Lebens. Es wird niemals einen Grund geben, wieso das nicht so wäre. In diesem Moment bist du vollkommen in Ordnung. Du hast immer mit positiven Intentionen gehandelt und wolltest immer nur das Beste – auch wenn du aufgrund mangelnder Erfahrung oder Bewusstheit manchmal vielleicht etwas danebengegriffen hast. Das ist aber noch lange kein Grund, dich fundamental abzulehnen. Es gibt keinen Grund, wieso du nicht genug bist – nie. Das ist die Grundannahme für jegliche Authentizität. Denke dir das immer wieder. Es gibt keinen Grund, aus dem ich nicht genug bin.

MEHR BEWUSSTHEIT FÜR DICH SELBST ENTWICKELN 

Wirkliche Authentizität fängt bei dir an.

Es ist superwichtig, dass du übst, ein Gespür dafür zu entwickeln, was du denkst, fühlst und für was du wirklich gerne tun würdest. Denn wenn du das nicht weißt, wie sollst du es dann ausdrücken oder vor dir selbst dazu stehen? Also übe dich in Bewusstheit, schaue in dich hinein und schaue, was da so alles ist.

  • Wie fühlst du dich auf einer körperlichen Ebene?
  • Was denkst du Tag ein, Tag aus?
  • Was fühlst du, wo befindet sich das Gefühl?
  • Was sind deine Werte und deine Ziele?

Ganz wichtig dabei ist, dass du als stiller Beobachter deiner selbst fungierst. Dass du die Dinge, die da womöglich hochkommen, nur anschaust, ohne gleich mit dem Holzhammer einer Bewertung auf sie einzuschlagen. Lass sie einfach da sein!

Alle „Da kommt jetzt aber gerade Wut in mir hoch, das will ich auf keinen Fall fühlen, schnell ablenken“ oder ähnliche Reaktionen sollten der Vergangenheit angehören.


Schaue hin!

Werte nicht!

Schaue nicht weg.

Alles, was da kommt, ist nun mal da, also schaue es dir auch genau an. Es gibt keinen Grund irgendetwas zu unterdrücken. Es ist ein Teil von dir.

SELBSTAKZEPTANZ ALS GRUNDLAGE FÜR AUTHENTIZITÄT UND SELBSTWERTGEFÜHL

Je mehr wir uns darin üben, diese Dinge zu sehen und sie nicht zu bewerten, sondern einfach nur zu beobachten, desto mehr bewegen wir uns in Richtung Selbstakzeptanz – die Grundlage für jede Authentizität und Selbstwertgefühl. Wir beobachten unsere Gefühle und Gedanken, bewerten sie aber nicht. So akzeptieren wir gleichzeitig ihr Dasein. Wir akzeptieren so nach und nach alles an uns.

Wenn diese Gefühle und Gedanken da sind und wir sie akzeptiert haben, dann können wir sie viel leichter kommunizieren. Weil wir sie nicht mehr so sehr mit uns als Person verbinden, auch wenn sie zu uns gehören. Wir stehen zu ihnen, zeigen sie anderen. Das ist anfangs alles andere als leicht, aber Übung macht auch hier den Meister.

Fange klein an. Teile Menschen, die du dafür für würdig erachtest einmal mit, was wirklich in dir vorgeht und schaue, was passiert. Akzeptiere schon vorher, dass du dafür über eine recht hohe Hürde springen musst – aber dass es sich lohnt. Du wirst Angst davor haben, einsam zu sein, dich schämen zu müssen und nicht angenommen zu werden. Auch das ist ok, schaue dir auch das an, akzeptiere es dadurch und kommuniziere auch das.

Diese Offenheit und dieser komplette Einklang mit allem, was da in dir ist öffnet dann Tür und Tor für ehrliche Freundschaft, Liebe, tiefe Verbindung, Kreativität und ein Gefühl wirklicher Zugehörigkeit anstatt Abgeschnittenheit von der Welt und anderen Menschen.

Eins geht nicht ohne das andere. Also entscheide dich jetzt, mutig zu sein, dich zu zeigen und lerne, zu dir zu stehen und dich zu akzeptieren und du wirst absolut überwältigt sein, was dieses schöne Leben dir alles schenken wird!

Zeige der Welt, wer du wirklich bist.

Liebe Grüße

Tim


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