Wie du als Praktikant ein gutes Zeugnis erhältst

Zum Thema Praktikanten und Azubis könnte ich Bücher füllen, positive Eindrücke aber leider auch viele negative. Einen guten und engagierten Praktikant zu finden erscheint mir manchmal so schwierig wie das Erklimmen eines steilen Gipfels. Man könnte annehmen, dass ein ausgiebiges Auswahlverfahren Fehlentscheidungen minimiert, aber auch der furchtbarste Praktikant hat tolle Freunde, die ihm helfen eine gescheite Bewerbung zu schreiben.

Aber wann und wie ist man eigentlich ein guter Praktikant?

Ich gebe zu, dass das eine sehr komplexe Frage ist, zu der es vermutlich auch tausend Antworten gibt. In meinem heutigen Post spreche ich von meinen persönlichen Erfahrungen, denn ich habe fast täglich Bewerbungen in der Hand und arbeite ebenfalls fast täglich mit Praktikanten und Azubis zusammen. Das bedeutet natürlich nicht, dass meine Eindrücke und Anforderungen allgemeingültig sind, denn ich bin sicher, dass der ein oder andere Personalchef auf Dinge steht, die ich gar nicht super finde.

Praktikant Azubi gutes Zeugnis Bewertung Tipps

Ich arbeite in einem großen Medienunternehmen und bei uns flattern wöchentlich viele Bewerbungen ins Haus. Meist handelt es sich dabei um Schüler, die ihr Schulpflichtpraktikum bei uns absolvieren wollen oder um Studenten. Die meisten Schüler haben sich oft besser geschlagen als Studenten, traurig aber wahr. Sie halten sich an Absprachen, sind pünktlich, höflich und vor allem respektvoll. Sie sind interessiert, fragen nach wenn sie etwas nicht verstehen und arbeiten meist fleißig mit.

Studenten hingegen sind sehr speziell. Entweder sie können deinen Job nach zwei Tagen schon besser als du selbst (in ihren Augen versteht sich) oder sie haben einfach gar keine Lust. Sie erscheinen wann und wie sie es wollen und tun wirklich nur das Nötigste. Oder sie reden dir nach dem Mund, fürchterlich! Deshalb gibt es heute mal meine Top 5, wie du es schaffst, ein gutes Zeugnis zu erhalten!

  1. Sei du selbst

Mega abgedroschen, ich weiß. Aber selbst wenn man dich nicht kennt, merkt man es sofort wenn du dich verstellst. Das ist nicht nur für dich anstrengend, sondern auch für die Menschen um dich herum! Bitte versuche auch nicht allwissend zu sein, das nervt extrem!

  1. Sei respektvoll!

Respektvoller Umgang ist etwas was man in der Schule nicht lernt. Das bekommt man von zu Hause mitgegeben. Lernt man das nie, hat man es sehr schwer im Leben! Praktikanten die respektlos sind, kommen nie weit. Aber was ist eigentlich respektlos? Ganz oben dabei: ins Wort fallen! Dicht gefolgt von: nicht zu hören, Pause überziehen, uninteressiert schauen, wenn jemand etwas erklärt, „Guten Morgen“ oder „Schönen Abend“ vergessen, bei Krankheit sich nicht oder zu spät krank melden usw. Im Grunde genommen alle Aspekte, die einem harmonischen und kollegialen Miteinander nicht zuträglich sind.

  1. Sei pünktlich

Das ist mein Lieblingsthema! Nur weil wir Gleitzeit haben und du Student bist, heißt das nicht, das du erst um 10 Uhr erscheinen sollst! Passe dich den Kollegen an! Kommt die Mehrheit zwischen 8 und 9, komme auch in diesem Zeitraum. Falls es Kernarbeitszeiten gibt, halte diese ein! Bei diesem Thema könnte ich mich wirklich in Rage reden. Warum schafft es ein Student nicht bis 9 Uhr im Betrieb zu sein? Weil er in der Vorlesungszeit auch bis 10 Uhr nicht in der Uni erscheint? Welcome to the real life sag ich da nur!

  1. Sei interessiert!

Neben Unpünktlichkeit gibt es noch eine klare Todsünde: Desinteresse! Wenn sich Kollegen die Zeit nehmen und dir etwas erklären, mache dir doch bitte Notizen, sei interessiert und stelle Fragen die klar machen, dass du an diesem Gespräch teilnimmst. Erst vor Kurzem hatten wir eine Praktikantin, der drei Aufgaben in einem Gespräch zugeteilt wurden. Das Ergebnis: sie konnte sich am nächsten Tag nicht an eine Aufgabe erinnern und hat auch keine ausgeführt. Warum? Sie war ohne hin nur zu 10% motiviert, wenn es überhaupt so viel war und sie hat sich natürlich keine Notizen gemacht!

  1. Sei kollegial und zeige Eigeninitiative

Ein Punkt der schwierig ist, das gebe ich zu! Eigeninitiative zu zeigen bedeutet ein Maß zu finden zwischen Interesse zeigen und aufdringlich sein. In meiner aller ersten Ausbildungsstation wurde mir damals vorgeworfen, dass ich zu wenig Eigeninitiative gezeigt habe, dabei wollte ich den Leuten einfach nur nicht auf die Nerven gehen in dem ich sie dauernd frage, ob sie etwas für mich zu tun haben. So etwas ist mir danach allerdings nie wieder passiert und ich hatte sehr schnell raus, wann eine Frage angebracht ist und wann eher nicht. Beobachte dein kollegiales Umfeld erst ein wenig (so 1-2 Tage). Schau dir an, ob es eher locker oder steif zu geht. Gehen alle sehr entspannt miteinander um, kannst du die Kollegen direkt ansprechen. Ist es ein sehr hierarchischer Betrieb, frage am besten deinen Ausbilder/deine Ausbilderin.

Das sind meine Tipps und Erfahrungen, die ich in den letzten 7 Jahren mit Praktikanten sammeln konnte. Vielleicht hilft es dir, weil du dich gerade auf eine Stelle beworben hast oder ein Praktikum angefangen hast. Gib alles, sei engagiert und interessiert und vor allem denke nicht: „Es ist ja nur ein Praktikum!“. Praktika können unwahrscheinlich wichtig sein, wenn du noch nicht genau weißt, was du später mal machen möchtest. Sie können dich formen, fordern und dir deine eigenen Interessen herauskristallisieren. Sie können dir aufzeigen was du gar nicht machen möchtest und dir die Möglichkeit geben wichtige Kontakte zu knüpfen. Alles was du dafür tun musst: Du musst es wirklich wollen!


wallpaper-1019588
Review – Epson ET-2710
wallpaper-1019588
ja, das muss 2-3 mal im Frühjahr sein. Bärlauch-Basilikum-Pasta mit Garnelen
wallpaper-1019588
Ehrentag der Seekühe – der amerikanische Manatee Appreciation Day 2019
wallpaper-1019588
"Captain Marvel" [USA 2019]
wallpaper-1019588
Du für Dich am Donnerstag #74
wallpaper-1019588
Happy Halloween – Meine 6 Beauty Lieblinge im Herbst
wallpaper-1019588
Peaky Blinders: The Sound of Eisenhüttenstadt
wallpaper-1019588
Diamond Thug: Zu zweit allein im Wald