What happened to Humanity (inkl. kleiner Benimm-Guide)

Heute war ich mal total crazy und bin ohne mein Handy einkaufen gefahren. Eigentlich umbeabsichtigt, da ich es vergessen hatte einzustecken. Als ich aber dann am Auto stand und es bemerkte, habe ich mich ganz bewusst dazu entschieden es nicht zu holen. Ich bin mit einem Gefühl der Verwegenheit und der Freiheit losgedüst! Bis mir am Supermarkt einfiel, dass ich ja nicht mehr genug Bargeld dabei hatte und die PIN meiner Karte im Handy eingespeichert ist (ich weiss, dass soll man nicht machen…). Also ganz verwegen zurückgedüst und Handy geholt – aber zumindest 30 Minuten Freiheit genossen! 😉

Das aber nur am Rande, denn mein eigentliches Thema heute ist Benehmen, respektive gutes Benehmen.

Die Verrohung unsere Gesellschaft ist ja kein Geheimnis mehr. Wenn die Menschen bei Unfällen lieber filmen anstatt zu helfen und im schlimmsten Fall die Rettungskräfte vor lauter Gaffen noch behindern oder Menschen im Internet anonym gemobbt und denunziert werden, muss man sich über nichts mehr wundern.

Was ist los mit den Menschen?

Stehen wir alle so unter Druck, dass wir unseren Frust an unseren Mitmenschen auslassen müssen?

Eigentlich ist es gar nicht so schwer nett zu sein. Und das beste daran ist, dass es einem selber dann auch besser geht. Probiert es einfach mal aus. Ihr könnt euch jeden Tag – ach jede Sekunde –  entscheiden hilfsbereit und freundlich zu sein.

Der Schlüssel heisst Empathie. Wenn man nur ein Minimum an Mitgefühl besitzt, ist man auch in der Lage sich in andere hineinzuversetzen. Man kann ruhig mal im Bus oder der Strassenbahn für ältere Menschen seinen Platz frei machen, oder der Mutter helfen, den Kinderwagen die Treppen hoch oder runter zu tragen. Macht das, vorüber ihr euch auch freuen würdet.

Was hat das ganze mit Benehmen zu tun?

Sehr viel, wie ich finde.

Gutes Benehmen erleichtert den menschlichen Umgang miteinander. Ist man freundlich, verbindlich und hilfsbereit (nichts anderes ist gutes Benehmen) käme man auch nicht auf die Idee beispielsweise jemanden die Tür vor der Nase zu zuhauen oder – viel schlimmer –  über einen Mann, der einen Herzinfarkt erlitten hat, im Vorraum einer Bank, einfach drüber zu steigen.

Ich weiss, wenn man selber in so einer Situation ist, verhält man sich vielleicht auch ganz anders, als man es sich jetzt vorstellen kann. Ich habe Sonntags Morgens auf meiner Gassi-Geh-Runde mit dem Dackel mal einen Mann zwischen zwei parkenden Autos gefunden. Im ersten Moment hatte ich Angst zu ihm zu gehen, da ich nicht wusste, ob er überhaupt noch lebt. Man soll sich natürlich nicht selber in Gefahr bringen, aber helfen ist doch manchmal gar nicht so schwer.

Vielleicht sind die Menschen oftmals nur verunsichert? Durch diese ganze Sexismus/ Feminismus Debatte sind auch viele Umgangsformen auf der Strecke geblieben. Traut sich ein Mann nicht mehr einer Frau in den Mantel zu helfen oder die Tür aufzuhalten? Das hat doch nichts damit zu tun, dass wir Frauen das nicht selber können. Es ist einfach nur eine zuvorkommende, hilfsbereite Geste.

Ich helfe meinem Vater z.B. auch in den Mantel oder halte Frauen, die älter sind als ich, die Tür auf.

Darf ich ihnen helfen?

Ich habe mal gelesen, dass es angeblich auf die Formulierung ankommt. Wenn man(n) jemanden (respektive eine Frau) fragt, ob er helfen kann, wäre es brüskierend, da herablassend. Wenn man aber fragt: „DARF ich ihnen helfen?“, handelt es sich quasi um eine Bitte. In dem Sinne: „Bitte, bitte darf ich helfen???“

Ich habe auch schonmal Leute gefragt, ob ich helfen kann und als Antwort bekommen: „Mir ist nicht mehr zu helfen!“ (haha). Soviel zu gutem Benehmen. 😉

Jetzt muss ich irgendwie die Kurve zu den Benimm-Regel hinkriegen….

Vielleicht seid ihr ja gerade jetzt zur Weihnachtszeit eingeladen und seid manchmal unsicher, wie ihr euch korrekt benehmen sollt. (Hah…!)

Diese „Regeln“ sind natürlich nur ein kleiner Tropfen auf dem heissen Stein – aber zumindest mal ein Anfang. 🙂

Knigge für Anfänger

Deshalb hier der Knigge für Anfänger:

  1. Vorstellen: wenn ihr jemanden vorstellen möchtet, gilt immer die rangniedrigere Person wird der ranghöheren Person vorgestellt. Z.B. wollt ihr euren Chef und euren Freund miteinander bekannt machen. „Herr Chef, dar ich ihnen meinen Freund vorstellen.“
  2. Restaurantbesuch: der Mann betritt immer vor der Frau das Restaurant (entgegen der gängigen Meinung, dass die Frau vorgehen sollte). Im Restaurant überlasst der Mann der Frau jedoch den Vortritt. Bei Verlassen des Restaurants, sollte der Mann der Frau in den Mantel helfen und dies nicht dem Kellner überlassen.
  3. Einladung zum Essen: falls es einen Aperitif gibt, bitte das Glas nicht mit zum Tisch nehmen, sondern auf einem Tablett abstellen. Es wird erst mit dem Essen begonnen, wenn der Gastgeber das Signal gibt, indem er zum Besteck greift. Rauchen (gehen) sollte man erst nach dem Dessert – also bitte nicht nach jedem Gang den Tisch fluchtartig verlassen! Das Brot, das zum Essen gereicht wird, wird in mundgerechte Stücke gebrochen und häppchenweise gegesssen. Bitte nicht wie ein Butterbrot schmieren und von der „Stulle“ abbeissen.
  4. Beim Buffet: die Gänge entsprechend einem Menü wählen, also nicht Vorspeise und Hauptgang auf einem Teller. Nach jedem Gang einen neuen Teller und neues Besteck nehmen.
  5. Grundsätzlich: wenn es mehrere Gänge gibt, wird immer das Besteck von aussen nach innen benutzt. Wenn ihr mit dem Essen fertig seid, legt ihr das Besteck nebeneinander mittig auf den Teller. Wenn ihr eine kurze Essens-Pause einlegt, kreuzt ihr das Besteck auf dem Teller. Weingläser immer am Stiel greifen. Falls ihr zwischen den Gängen euren Platz verlassen müsst, wird die Serviette locker zusammengefaltet und links neben den Teller gelegt.

Hier könnt ihr eure Benimm-Kompetenz testen: manager-magazin.de

Weitere Benimm-Tipps gibt’s natürlich bei Knigge.de.

Thema: Knigge, Benimm-Kompetenz, Benimm-Regeln, Benehmen, gutes Benehmen, Empathie, Hilfsbereitschaft,


wallpaper-1019588
Glutenfreier Backkurs und Kochkurs bei Tanja – Es kann so einfach sein :)
wallpaper-1019588
Eine eigene Nextcloud Release 13 Installation auf dem Raspberry Pi macht Dropbox überflüssig!
wallpaper-1019588
Neuer Nachschub für alle Digimon-Videospielspieler wurde angekündigt
wallpaper-1019588
Homophobie? Transphobie? – FUCK YOU!
wallpaper-1019588
Lernt Tom Clancy’s: Ghost Recon Wildlands kennen + Free Weekend Trailer
wallpaper-1019588
Warten und ein Suchhubschrauber
wallpaper-1019588
Scarves: Am Ende des Tages
wallpaper-1019588
Cat Power: Die höchste Ehre