Wer war’s? Wer trieb das UK in den Brexit?

Heinis und Hampelmänner wie Nigel Farage und Boris Johnson waren es sicher nicht. Ihnen kam in dieser Inszenierung sicher eher die Rolle nützlicher Idioten zu, die sie gewissenhaft erfüllten. Wenn man den Beteuerungen „Calamity-Dave“ Camerons vor dem Referendum Glauben schenken möchte, dann wollten er und zumindest große Teile seiner Regierung drin bleiben in der EU. Die Labour-Opposition mehrheitlich sicher auch. In der Regierung und im Parlament, den zuständigen Gremien für diese Frage, soll es eine klare Mehrheit für den Verbleib in der EU gegeben haben. Dann treten Kräfte von aussen auf und inszenieren eine monatelange, millionenteure Medienkampagne die „das Volk“ mit 51% recht knapp davon überzeugt, daß alles Böse aus der EU, vom Festland kommt.

Dieser „Volksentscheid“ war und ist rechtlich nicht bindend, da könnte ja jeder kommen, wenn das Volk auf einmal mitreden dürfte in der großen Politik.

Der BREXIT wird das UK in große innen- und außenpolitische Schwierigkeiten bringen. Er wird auch für die „Rumpf-EU“ der 27 dummen Reststaaten große Probleme bringen. Wie jetzt offen zu Tage tritt, gibt es bei der neuen britischen Regierung weder einen Plan A noch einen Plan B für die Durchführung des BREXIT. Nicht einmal auf den Termin, des Anfangs vom Ende, des Starts der zeitlich auf zwei Jahre begrenzten Ausstrittsverhandlungen, will sich Teresa May festlegen lassen.

Schottland will in der EU bleiben und kündigte ein neues Referndum über den Austritt aus dem UK an. Mays Mann für den BREXIT will ihn verwirklichen, nicht nachgeben und die Schotten zum Verbleib zwingen. Die Finanzindustrie in der City of London ist nervös und einige Banken prüfen bereits Standortalternativen. Die Industrie Englands, zum Teil von europäischen, amerikanischen und japanischen Konzernen beherrscht, will Hauptsitze aus dem UK in die EU verlegen. Die USA, vertreten durch Obama beim G20 Gipfel in China, haben Teresa Mays Avancen im Vorfeld des BREXIT über Handelsabkommen zwischen dem UK und den USA zu verhandeln glatt abgelehnt, nach dem Motto „Eins nach dem Anderen“! Die Chinesen selbst hatte May verärgert, indem sie ein geplantes und fest vereinbartes Kernkraftwerk im UK, bei dem die Chinesen als Bauherren, Betreiber und Finanziers eines Drittels der Kosten von geschätzten 18 Milliarden Pfund Sterling vorgesehen waren, in Frage stellte weil die Chinesen in Fragen der nationalen Sicherheit nicht verlässlich genug seien. Ja, hat man das vorher nicht gewusst? Ja, waren die in der Regierung Cameron, der May ja auch angehörte alle vollkommen bescheuert? Nun denn, wie dem auch sei…

Wer aber hat das Zeug eine solche Kampagne zu fahren, eine scheinbar sattelfeste Regierung der ältesten Demokratie der Welt wie einen Haufen dummer Schulbuben aussehen zu lassen? Wer kommt mit Hilfe des platten Landes und der eigentlich unpolitischen Unterschicht gerade so knapp durch mit „seinem“ Referendum und alle reissen sich anschließend darum es umzusetzen, keinesfalls in Frage zu stellen, koste es was es wolle? Das riecht nach einer Inszenierung?

Es gibt politische und bürgerliche Kampagnen das Referndum nicht anzuerkennen, da es bekanntlich nicht bindend ist. Es anzuerkennen würde das Recht, die Kompetenz des britischen Parlamentes, in elementaren Fragen zu diskutieren, zu beraten und zu entscheiden außer Kraft setzen. Und niemand in der Politik scheint dies zu stören?

Wenn es also die amtierende Politik nicht war und auch nicht die Wirtschaft, wer hat dann die finanzielle Macht und die Mittel sie alle stramm stehen zu lassen und einen Plan umzusetzen der für Europa nichts Gutes, mittelfristig womöglich Krieg bedeutet? Wer hat ein interesse an einem Gürtel von „failed states“ mit destabilisierenden Fluchtbewegungen in den EU und speziell nach Deutschland?


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