Wer steuert wen?

Ein interessanter Ansatz bzw. eine interessante Hypothese bei der Selbststeuerung ist die: Wer innere Handlungsimpulse nicht wahrnehmen kann, ist darauf angewiesen, Verhaltensanweisungen von außen zu erhalten oder sich an generellen Prinzipien oder Grundsätzen zu orientieren. Die werden meistens von den Eltern, der Umwelt oder dem Unternehmen, in dem wir gerade beschäftigt sind, aufgestellt. Gleichzeitig passiert aber auch, dass ein erschwerter Zugang zu den eigenen Handlungsimpulsen immer wieder zu großer Hilflosigkeit und Überforderung führt. Und das sind meistens Gefühle, die sehr früh im Leben gemacht wurden. Meistens dann, wenn Bezugspersonen einem einreden wollten, dass das, was man selbst spürt, nicht richtig oder wahr ist.

Wer sitzt denn nun am Steuer Ihres Lebensbusses?

Und was nun? Ich bin mir sicher, dass irgendwo in Ihnen genau diese Impulse noch vorhanden sind. Nur der Zugang ist derzeit ein wenig mit Spinnweben versetzt. Oder - was gerne vorkommt, durch zu viel Stress und Überanstrengung momentan nicht verfügbar. Und da hilft Ihnen jetzt auch Ihr Intellekt nicht weiter. Den - das wette ich einfach mal - der war maßgeblich daran beteiligt, dass Sie den Eingang zu Ihren persönlichen Handlungsimpulsen nicht mehr finden. Und jetzt gibt es exakt zwei Möglichkeiten:

  1. Sie fragen Ihre Umgebung nach der neuen Richtung für sich
  2. Sie schalten mindestens 2 Gänge runter und stellen sich auf eine langsame Entdeckungsreise zu sich selbst ein

Meine Erfahrung, auch wenn das viele nicht gerne hören - Strategie 1 wirkt kurzfristig; Strategie 2, auch wenn wegen der Langsamkeit in der heutigen Zeit verpönt, könnte Ihnen langfristig wieder helfen, Zugang zu Ihrem Bauchgefühl zu erhalten.