Wer ist hier der Boss

11-006Mozart starb mit 35 Jahren. Verarmt. Zickig und einsam. An Schwindsucht. Verschwendet. Erstaunlich, wie das so läuft. Andere die nie was komponiert haben werden hundert Jahre alt.

Beethoven wurde vollkommen taub. Andere die nur dem TV lauschen, hören bis zum Tod perfekt. Wie wäre es gewesen wenn es anders gewesen wäre!? Hätte man korrigieren müssen. Hätte einer in die Hand nehmen müssen. Wer ist hier der Boss?

Der wunderschöne Jüngling stirbt auf dem Schlachtfeld, der Bucklige lebt bis ins hohe Alter hinter der Stadtmauer. Die schöne Frau stirbt plötzlich, die hässliche bleibt am Leben.

Da hat sich doch schon der David den Kopf zerbrochen: bei ihm waren es die Gottlosen, denen es so gut ging und der Gottesfürchtige, der darbte. Kritik an Gott damals, Kritik an der Natur heute.

Vor Jahrmilliarden entfaltet sich auf der Erde eine Pracht, und es war damals noch keiner da, der genügend Bewusstsein gehabt hätte um auszurufen: oh wie toll sieht das aus! Es entstand einfach und verlosch wieder, Farben und Formen, so wie viele meiner Bilder.

Auch die Supernova in einer fernen Galaxis: diejenigen, die es genießen könnten, verglühen in ihrer Nähe, und alle übrigen sitzen zu weit weg. Verschwendung?

  • Wie fühlt es sich an, wenn man sich mal weniger wichtig nimmt?
  • Wenn man  einfach zufrieden ist mit dem Boss (wer auch immer das ist)?
  • Und sich einfach nur freut, dass man jetzt noch zu denen gehört, die staunend um sich blicken können, die herzhaft lachen oder jemanden zärtlich berühren können?

BILD
Der Boss / 65cm x 46cm / Collage, Acryl auf Zeichenpapier / 2011, N°11-006


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