Wenn Menschenführung (Leadership) der Engpass ist [Teil 3]

Wenn Menschenführung (Leadership) der Engpass ist [Teil 3]

Bild: David Niblack

Ein paar meiner Leser waren irritiert von meinen Beiträgen im Mai und Juni zu diesem Thema. Es scheint im ersten Moment so zu sein, als würde dieses Thema weder zu Innovation, Umsetzung (Execution), noch zur Theory of Constraints passen.
Dabei ist es der Schlüßel zur Lösung vieler Probleme, oder mit den Worten der TOC und EKS (Engpasskonzentrierte Strategie) gesprochen: der kybernetisch wirkungsvollste Punkt!
Betrachten wir zunächst noch einmal den Unterschied zwischen Management und Leadership (Menschenführung):
  • Management  – Manager wirken in Systemen für Menschen und Technologien, die perfekt - Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr - funktionieren. Dies geschieht durch ...
    • planen und budgetieren,
    • organisieren und direkte Mitarbeiterführung,
    • Kontrolle und Problemlösung.
  • Leadership – Leader ...
    • kreieren eine Vision und Strategie,
    • kommunizieren und geben die Richtung vor,
    • motivieren die Mitarbeiter zur Umsetzung,
    • sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter an einem Strang - in ein und dieselbe Richtung - ziehen,
    • kreieren Systeme, damit Manager perfekt managen können und setzen falls notwendig einen Transformationsprozess in Gang für Wachstum, Wandel, Innovation oder auch zur Abwehr von Gefahren.
Nun ein Zitat aus dem DABEI-Innovationsklima-Index 2011:
"...Darf man der aktuellen Wirtschaftspresse trauen, so fehlt einer Reihe von Unternehmen eine langfristige Ertragsperspektive. Sie sind getrieben vom Prinzip des Shareholder Value und vom Quartalsdenken... " (siehe auch meinen Beitrag)
Keine Ertragsperspektive bedeutet keine Vision, und das bedeutet, es fehlt den Unternehmen auch eine nachhaltige Strategie. 
Zugegeben: trotz Aufschwung gibt es eine eher größer werdende Zahl an Unsicherheiten für die Unternehmen. Es wird bei zunehmendem Wettbewerb immer schwieriger eine Strategie zu definieren. Da hilft auch keine noch so ausgetüftelte Software. Auf den Leader und seine Qualitäten kommt es hier an.
Glücklicherweise bieten die Denkprozesse der TOC (Theory of Constraints) eine Vielzahl von kraftvollen Tools um die aktuellen Probleme zu analysieren, ein Bild der Zukunft zu zeichnen und den Weg dorthin zu planen. Auch zur Strategieentwicklung sind die Denkprozesse bestens geeignet.
Doch Vorsicht: die Denkprozesse bilden ein fantastisches Rahmenwerk, um sich mit Logik und Intuition dem Ziel zu nähern. Doch erdenken muss sich der Leader die Zukunft selbst!
Bei Fragen zu den Denkprozessen, sprechen Sie mich gerne an.
Jürgen Kanz
www.juergen-kanz.de
[1] DABEI-Innovationsklima-Index 2011
[2] Führen Sie schon oder managen Sie nur ?
[3] Innovationsfaktor - Manager