Weniger ist oft mehr!

Wie viele Freunde braucht man im Leben? Oder sollte es heißen zum Leben?

Neulich meinte K.: „Und wenn ich zu meiner Hochzeit nur fünf Leute einlade, weiß ich wenigstens, dass ich alle mag und mit jedem ins Gespräch komme.“ Sie sagte das im Zusammenhang mit unserem Gespräch über die Saufbekanntschaften und Facebookfreunde, die auf der Straße nicht einmal grüßen würden.

Irgendwie gibt einem die Gesellschaft ständig das Gefühl man müsse möglichst viele Freunde haben um überall und immer dabei zu sein. Wobei eigentlich? An einem Leben bestehend aus oberflächigen Beziehungen, die einen in der Not doch nur hängen lassen und dich als Gesprächsthema -um nicht zu sagen Lästerthema- zu missbrauchen.

Vielleicht war das neulich wirklich die Party des Jahres an der alle teilgenommen haben. Aber wer sind diese alle denn schon? Und was will ich von diesen allen?

Möglicherweise sitzt man halt doch lieber mit seinen zwei Leuten zu Hause und guckt DVD oder so.

Wer den besseren Abend hatte, lässt sich nicht vergleichen. Aber sicher ist, dass meine zwei Leute, die so langweilig scheinen, noch da sind, wenn ich sie brauchen werde. Und wo werden eure „Freunde“ sein? Früher habt ihr sie doch auch alle kaum in eurem Terminkalender untergebracht. Und meistens wart ihr bei euren Verabredungen eh schon längst beim Nächsten. Bei wem seid ihr am Ende angekommen? Wie viele bleiben übrig, wenn es wirklich hart auf hart kommt?

Und belächelt ihr dann immer noch diejenigen, die ihre Hochzeit nicht nur im kleinen Kreis feiern, sondern schlicht und einfach nur dieser kleine Kreis sind?



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