WDR-Sportchef Steffen Simon und die Verachtung

Es gibt Sätze, die mich verfolgen – Sätze, über die ich immer wieder aufs Neue nachdenke. Der WDR-Sportchef Steffen Simon hat einen solchen Satz formuliert. Er erklärte in einer Talkrunde in Köln, warum die ARD, trotz deutlich vernehmbarer Bedenken der Rundfunkräte, den Vertrag mit Sauerland Event bis 2014 für kolportierte 26 Millionen Euro verlängerte. Er formulierte folgenden Satz: „Boxen ist das quotenträchtigste Unterschichtenprogramm im Osten.“
Was mich unter anderem an diesem schon bekannten Satz beschäftigt, ist der Ton. Ich meine hier Verachtung zu spüren. Der Satz des WDR-Sportchefs Steffen Simon hört sich für mich so an, als würde er schlicht einen Teil seiner Fernsehzuschauer verachten. Was treibt Herrn Simon eigentlich dazu, einen Teil jener Menschen, die immerhin die Rundfunkgebühren aufbringen, von denen er ein vermutlich gar nicht so schlechtes Gehalt bezieht, so abzukanzeln?
Wenn ich recht informiert bin, wurde das öffentlich-rechtliche Fernsehen nach dem zweiten Weltkrieg von den West-Alliierten nach dem Vorbild der britischen BBC gegründet, im Zuge der Demokratisierung und der sogenannten Reeducation, oder Umerziehung Deutschlands. Weiß eigentlich Herr Simon, dass er für einen öffentlich-rechtlichen Sender arbeitet und diese Sender für Demokratie und Toleranz einstehen sollten?
© Uwe Betker



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