Was lange währt, wird endlich gut

Heute gibt es endlich das Rezept vom Brot mit Hütchen! Auf Twitter wurde bereits danach gefragt.
Irgendwie rutschte der Beitrag immer weiter nach hinten, in der kleinen Sammlung bereits fertiger Posts. Zwischen durch war er doch tatsächlich komplett verschwunden, aber dank regelmäßiger Sicherung des Blogs konnte ich den Beitrag wieder herstellen - hier geht nichts verloren.
Auf dem ursprünglichen Bild, das ich vom Brot während des Backens online gestellt hatte, sieht das Hütchen richtig schön gerade aus. Auf dem Foto unten sieht man jedoch, dass es etwas schief sitzt. Was solls! Die Franzosen tragen die Baskenmütze ja auch gerne schief, war mein erster Gedanke ;) Außerdem hat uns das Brot gut geschmeckt - ist doch die Hauptsache.
Ich will ja nicht schon wieder vom Wetter anfangen, denn eigentlich essen wir zur warmen Jahreszeit lieber helle Brote. Aber die Temperaturen diesen Sommer vertragen sich zeitweise auch gut mit Vollkornbroten. Die Mischung aus Emmervollkornmehl und Körnern sättigt hervorragend. Und auch zu süßem Brotbelag mag ich den Kontrast der Körner sehr gerne.
Das Einschneiden macht mir mittlerweile wirklich Spaß, man hat doch sehr viele Möglichkeiten, sein Brot zu "verzieren". Momentan arbeite ich mit einer Rasierklinge, die ich auf einen Grillspieß geschoben habe. Durch die Wölbung kann man wirklich einfach runde Formen in den Teig schneiden.
Demnächst werde ich mal das frisch geschärfte Messer testen, allerdings mit gerade Schnitten. Dazu werde ich entsprechend ein längliches Brot backen - mal gespannt, wie das alles klappt.


Was lange währt, wird endlich gut
Emmervollkorn-Hütchen-Brot

Zutaten für den Vorteig:
100 gr Weizenmehl, Typ 1050
100 gr Wasser, lauwarm
20 gr Sauerteig (Anstellgut)

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für etwa 12 Std. gären lassen.
Zutaten für das Brühstück 1:
100 gr Emmervollkornmehl
100 gr Wasser, kochend
Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.
Zutaten für das Brühstück 2:
100 gr Sonnenblumen- und Kürbiskerne
100 gr Wasser, kochend
Zubereitung:
Alle Kerne in eine Schüssel geben, Wasser zufügen und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.
Zutaten für den Hauptteig:
Vorteig
Brühstück 1
Brühstück 2
200 gr Weizenmehl, Typ 1050
200 gr Emmervollkornmehl
15 gr Salz
2 gr Trockenhefe
120 gr Wasser, lauwarm
Zubereitung:
Die Mehle zusammen mit den Brüstücken, Vorteig, Hefe und Wasser vermengen und für etwa 5 min. auf kleiner Stufe kneten. Nun das Salz zufügen und den Teig für weitere 5 min. auf etwas höherer Stufe kneten. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur für etwa 1,5 Std. gehen lassen, dabei jeweils nach 30 min. den Teig falten.
Den Teig jetzt zu einem Laib formen und in ein Gärkörbchen geben, Schluss nach oben. Nochmals für etwa 1 Std gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.
Den Backofen rechtzeitig mit Backstein oder Blech auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kurz bevor der Laib in den Ofen kommt eine große Auflaufform mit Wasser füllen und mittig  auf den Ofenboden stellen. Den Laib dann vorsichtig auf das Blech bzw. den Stein stürzen, einschneiden und für 15 min. backen. Jetzt die Temperatur auf 210°C senken und das Brot für 35-40 min. weiter backen. Den Ofen ausstellen und für eine knusprige Krusten noch 5-10 min. bei leicht geöffneter Ofentür im Ofen lassen. Ansonsten direkt herausnehmen.
Wer mit dem Topf backt, diesen samt Deckel mit Vorheizen und das Brot vorsichtig in den Topf stürzen, einschneiden und für 15 min. bei 250°C backen. Dann die Temperatur auf 210°C senken und weitere 35-40 min. backen. Wer möchte, kann für die letzten 10 min. den Deckel abnehmen. Eine Schale mit Wasser wird bei dieser Methode nicht benötigt. Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Was lange währt, wird endlich gut
Und ein weiterer Beitrag fürs YeastSpotting,dort werden Rezepte für Brote & Brötchen gesammelt und wöchentlich zusammen gefasst.
Schaut doch mal vorbei, es ist schon eine riesige Rezeptsammelung vorhanden.