Was ist hier falsch?

Nach sehr vielen Jahren war ich gestern mal wieder zu Besuch auf der Zeitungsredaktion. Redaktion, das waren damals, als ich noch dazugehörte, muffelige Büros, knarrende Holzfussböden, stinkende Aschenbecher, erste Digitalkameras (sündhaft teuer und unhandlich, aber dennoch der letzte Schrei) und – absolut fortschrittlich – eine eigene E-Mail-Adresse für jeden Mitarbeiter. Redaktion heute, das ist…nun, ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich mich jetzt lächerlich mache, indem ich etwas zu beschreiben suche, was mir vollkommen fremd geworden ist. Newsroom nennt sich das ja heute und ich würde mich dort etwa ebenso gut zurecht finden wie in einer Auto-Werkstatt oder in einem Space Shuttle.

Wie ich mich in dieser fremden Welt so umsah, erzählten mir meine ehemaligen Berufskollegen von all den Veränderungen, die ihre Arbeit in den vergangenen Jahren erfahren hat. Im Allgemeinen könne man sagen, ihr Beruf sei deutlich hektischer geworden, fassten sie zusammen. Was sie mir beschrieben klang tatsächlich nach deutlich mehr Hektik als damals. Nichts mehr mit endlosen Fachsimpeleien über die treffendste Redewendung und den perfekten Titel, wie mir scheint. Die Musse, die wir damals für die Schreiberei für unabdingbar hielten, scheint ganz und gar verschwunden zu sein. Und doch sah ich in diesem Newsroom deutlich mehr Musse, als ich sie aus meinem Arbeits- und Familienalltag kenne. Wann denn bitte sehr, fand ich mitten am Tag die Zeit, mir ein Skirennen anzusehen? Nicht, dass ich das möchte, aber ihr wisst schon, was ich meine.

Nein, sie haben kein beschauliches Berufsleben, die Journalisten von heute. Nachdenklich stimmt mich aber das Gefühl, das mich überkam, als ich mich im Newsroom umsah: Wie durchgeknallt muss man denn sein, wenn man beim Anblick arbeitender Menschen an eine Wellness-Oase denkt?



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