“Was ist denn ein Honk?”

Mit Kindern muss man aufpassen, was man sagt. Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber offensichtlich für Erwachsene ziemlich schwer durchzuhalten. So wurde einer unserer Enkel jetzt erstmals mit dem “Honk” konfrontiert. Beim Autofahren machte seine Mutter ihrem Ärger über einen anderen Verkehrsteilnehmer Luft, indem sie diesen als “Honk” titulierte. Daraufhin wollte ihr Kleiner, der zum Glück der Einzige war, der die Beschimpfung gehört hat, wissen: “Was ist denn ein Honk?” Tja, da war der Begriff nun in der Welt ihres Sohnes angekommen. Irgendwie hat sie sich um eine Erklärung herumdrücken können. Aber die Hoffnung, dass sich die Sache damit erledigt hat, dürfte trügerisch sein. Gerade das, was die Kleinen nicht wissen sollen, erfahren und behalten sie am ehesten. Das gilt besonders für Schimpfworte. Wissen Sie eigentlich, was ein “Honk” ist? Laut Wikiwörterbuch Wiktionary “ein Mensch, der sich nicht besonders klug anstellt.” Das hört sich zunächst recht harmlos an. Dann aber wird dort vermutet, dass das Wort auf das abwertende englisch-amerikanische Slangwort “honky” (Weißer) zurückgeht. Schließlich soll es in Deutschland, vermutlich in Berlin, zu “Hauptschüler ohne nennenswerte Kenntnisse” umgedeutet worden sein. Was soll ich sagen? Das ist gemein, vor allem für die Hauptschüler. Dabei gäbe es doch so viele Synonyme: Dämlack, Depp, Dummkopf, Idiot, Trottel, Tüffel und viele mehr. Aber die darf man ja auch nicht sagen …


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