Was für Pocken?

Mutter: “Herr Dokter, ist das richtig, dass man jetzt gegen Pocken impfen kann?”
Ich: “Meinen Sie eher Windpocken?”
Mutter: “Ja, kann auch sein, ist das nicht das Gleiche?”
Ich: “Nein, die Pocken gelten als ausgerottet, Dank grosser Impfkampagnen von früher.”
Mutter: “Und die anderen, die gibts noch?”
Ich: “Windpocken? Ohja. Klar. Soweit ist die Impfung noch nicht.”
Mutter: “Und warum ist der Roy-Robin noch nicht dagegen geimpft?”
Ich: “Keine Ahnung”, ich schaue kurz in das Impfheft, “Sie waren früher ja bei Doktor Gutheil. Und Ihr Sohn ist ja schon zehn, da gab´s die Impfempfehlung noch nicht regulär, als er klein war.”
Mutter: “Also können wir dann jetzt gegen Pocken impfen?”
Ich: “Windpocken…? Ja, sicher.”
Mutter: “Nee, die hatte er ja schon. Vorletztes Jahr.”

Klassischer Fall von Aneinandervorbeireden. Manchmal denke ich, Mütter und ich sprechen verschiedene Sprachen.



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