Was bedeutet eigentlich schlüsselfertig bauen?

Neulich hatte ich mich mit einem Kollegen zum Thema Hausbau unterhalten. Er war mit seiner Frau am überlegen, ob sie selber neu bauen oder doch lieber eine Gebrauchtimmobilie kaufen sollten. Ich hatte ihm von unserem Entscheidungsprozess erzählt und weshalb wir uns dann doch für einen Neubau entschieden haben – was wir übrigens bis heute nicht bereut haben! Wir hatten uns vor 5 Jahren für einen Bauträger entschieden, der schlüsselfertige Bauten abliefert.

Aber was bedeutet schlüsselfertig bauen?

Leider nicht das, was der Ausdruck auf den ersten Blick suggeriert. Zumindest nicht bei den meisten Bauträgern, die wir  uns seinerzeit angeschaut haben. Auch wenn der Begriff “schlüsselfertig” so klingt als würde man am Ende des Bauprozesses den Schlüssel in die Hand bekommen und in ein fertiges Haus einziehen können. Ganz so ist es leider nicht. Denn der Teufel steckt wie so oft im Detail.

Natürlich bekommt man am Ende den Schlüssel und kann damit die Tür zu seinem Eigenheim aufschließen. Aber was sich hinter der Tür im Haus befindet, muss man zuvor im Vertrag oder besser in der Bauleistungsbeschreibung exakt definieren. Am besten holt man sich da schon zu Beginn kompetente Hilfe, z.B. beim Verband Privater Bauherren e.V. Hier erhält man für einen fairen Preis kompetente Beratung von Architekten und Bauingenieuren. Es ist also wichtig, den Umfang seines “schlüsselfertigen Baus” exakt im Vorfeld zu definieren, um später unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Schlüsselfertig ohne Maler- oder Bodenbelagsarbeiten

Bei uns bedeutete schlüsselfertig seinerzeit, ein fertiges Haus mit allen Installationsarbeiten etc. außer Bodenbelagsarbeiten oder den Malerarbeiten. Das hieß für uns, dass wir als Boden nur den nackten Estrich gekauft haben – zwar schon mit der gewünschten fertigen Fußbodenheizung – aber eben ohne Bodenbeläge wie Fliesen oder Parket.

Fliesen an Duschwand

© Matthias Blaß

Nun ist mit den heutigen Materialien das Parkett verlegen kein Hexenwerk mehr. Es gibt hier ähnlich wie bei den Laminatböden “klickbare” Varianten und in den zahlreichen Selbermacher-Magazinen und Heimwerker-Schulungen in den diversen Baumärkten ausreichend Hilfen. Fliesenarbeiten sind da schon etwas anspruchsvoller. Vor allem wenn auch Wände gefliest werden sollen. Am Boden werden die Fugen vielleicht nicht gleichmäßig oder die Sockelfließen halten nicht. Aber bei einer kompletten Wand, z.B. in einer Dusche, merkt man recht schnell, ob man den Fliesenkleber richtig angemischt hat, wenn einem die Fliesen langsam von der Wand rutschen.

Aber selbst wenn man sein neues Haus schlüsselfertig ohne Fliesenböden beim Bauträger kauft, bedeutet das nicht, dass man trotzdem alles selber machen muss. Der engagierte Heimwerker wird sich vielleicht gerade wegen der Herausforderung, auch etwas selbst machen zu können, für eine solche Vertragsvariante entscheiden. Aber man kann sich auch professionelle Hilfe und Unterstützung beim Fliesen verlegen holen. Hierfür gibt es im Internet zahlreiche Angebote, wie bei My Hammer oder man schaut einfach mal in die regionalen Wochenblätter. Auch dort findet man immer wieder Anzeigen kleinerer Handwerksbetriebe, die froh sind Häuslebauer bei Ihren Bauvorhaben zu unterstützen.


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