Warum Papa Sangre anders als andere Horrorspiele ist und was ein gutes Horrorgame ausmacht

Warum Papa Sangre anders als andere Horrorspiele ist und was ein gutes Horrorgame ausmacht

Papa Sangre (2010/2013) ist ein einzigartiges Spiel, das wenigen anderen Spielen wirklich gleicht. Das ganze Erlebnis bei diesem iOS-Spiel vom Spieleentwickler Somethin' Else basiert auf dem Hörempfinden. Der Spieler muss sich seinen Weg durch die Finsternis im Land der Toten bahnen und versuchen, die Seele von jemandem zu retten, der ihm nahe steht. Sein Gehör ersetzt dabei vollkommen seine Sicht. Der Bildschirm ist schwarz, man sieht nur die Steuerungen: Ein Rad, durch das man die Richtung bestimmen kann, in die man sich bewegt, und zwei Tasten in der Form von Fußabdrücken, mit deren Hilfe man sich fortbewegt, wenn man sie abwechselnd drückt. Entweder kann man sich langsam vorarbeiten oder man kann, wenn nötig, die Flucht ergreifen, indem man schnell auf die beiden Fußabdrücke links und rechts am Bildschirm klickt. Aber vorsichtig - läuft man zu schnell und zu unvorsichtig, kann man auf die Nase fallen. Und das sollte man im Land der Toten lieber vermeiden.

Papa Sangre wurde im Jahr 2011 bei den Mobile Gaming Awards in der Kategorie „innovativstes Spiel" ausgezeichnet. Es besitzt einen Nachfolger: Papa Sangre II, der von Playground Publishing B.V im Jahr 2013 herausgegeben wurde. Aus unbekannten Gründen wurden beide Spiele vor Kurzem aus dem Appstore entfernt und können zwar gespielt werden, wenn sie bereits heruntergeladen wurden, aber nicht erneut heruntergeladen werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich das in nächster Zeit wieder ändern wird. Papa Sangre I ist eigentlich ein First-Person-Shooter, doch man verzichtet im Spiel ganz auf sein Sehvermögen und sieht so nicht, was vor einem liegt. Alles, was man machen kann, ist den "Seelen" in diesem Horrorspiel zuzuhören. Und das kann schon einmal eine besondere Wirkung auf den Spieler haben. Zwar sieht man keine gruseligen Charaktere, wie es meistens in Horrorspielen der Fall ist, aber dadurch wirkt der Sound umso gruseliger. Auch packt einen die Tatsache, dass um einen herum vollkommene Stille entsteht, da man sich so nur auf die Geräusche konzentriert. Man kann sich richtig vorstellen, im Dunklen vorwärts zu tappen und sich dabei unglaublich zu fürchten. Dennoch schafft es Papa Sangre, nicht zu gruselig zu wirken, so dass das Spiel sich an Spieler mit verschiedenen Vorlieben (von denen, die sich leicht gruseln bis zu denen, die es gerne richtig unheimlich haben) richtet.

Horroreffekte, die durch verschiedene Aspekte in Spielen erzeugt werden

Es gibt viele andere Horrorspiele da draußen, doch wenige gleichen Papa Sangre auch nur annähernd. Die meisten bauen auf Grafiken, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Genau wie bei Top Horrorfilmen, es gibt auch andere Aspekte, die Spiele verwenden, um unheimlich zu wirken.

Rollenspiele, Ängste und Vorstellungskraft

Wie bei diesem Survival-Horror-Spiel: Im Spiel Agony (2017) von Madmind Studio befindet sich der Spieler direkt in den Tiefen der Hölle und erinnert sich an nichts mehr aus seiner Vergangenheit. Undarstellbare Aspekte wie Gedächtnisverlust können in Spielen ebenso gruselig wirken. Papa Sangre verlässt sich da stark auf die Vorstellungskraft des Spielers. Ein Spiel, das es ebenfalls so macht, aber auf eine etwas andere Art und Weise, ist das unheimlich gruselige Spiel Allison Road. Hier wird bewusst auf das übliche Übermaß an Horrorkreaturen verzichtet. Vieles spielt sich ausschließlich in der Vorstellung des Spielers ab und zwar so, wie es im echten Leben wirklich der Fall sein kann: Der Spieler befindet sich nachts alleine Zuhause. Plötzlich macht einem der eigene Schatten Angst, man vermutet in jeder dunklen Ecke etwas Furchtbares. Allison Road verfügt über gute Grafiken und spielt mit realistisch wirkenden Effekten, wie dem Flickern von Licht an der Wand oder Haushaltsgegenständen, die man im dunklen Licht nicht genau erkennen kann und die tatsächlich unheimlich wirken. Es wird derzeit am Spiel gearbeitet. Ein genaues Erscheinungsdatum steht laut den Machern noch nicht fest.

Action & Lichteffekte/Unterhaltung

Der Reiz bei Horrorspielen ist nicht nur das Gruseln, sondern auch der Unterhaltungsfaktor. Viele Spieler mögen die Action, die sich im Spiel entwickelt, wie beim Indie-Spiel Five Nights at Freddy's 2, ein Grafik-Adventure aus dem Jahr 2014. Der Spieler spielt hier einen Wachmann, der in der Freddy Fazbear's Pizzeria arbeitet. Nachts muss er sich gegen Angriffe der mörderischen Maskottchen des Ladens verteidigen. Es ist der Nachfolger vom ersten Spiel Five Nights at Freddy's (beide erschienen im Jahr 2014) und wird manchmal aufgrund seines erhöhten Schwierigkeitsgrads im Vergleich zum ersten Spiel kritisiert. Ein anderes Spiel, bei dem der Unterhaltungsfaktor stark ist, ist der Slot Lost Vegas, der an The Walking Dead aus dem Jahr 2016 erinnert Man hat hier die Möglichkeit, mit "Survivors" oder Zombies zu spielen. Letztere können schon einmal etwas unheimlich wirken, sehen aber meistens eher wie Comicfiguren aus. Ab und zu färbt sich das Spielfeld dunkel und bestimmte Felder leuchten rot auf. Eine Zombiehand taucht plötzlich vor einem am Bildschirm auf, wenn man etwas gewonnen hat. Das Spiel wirkt unterhaltsam und es gibt durchaus Situationen, in denen man sich ein bisschen gruselt. Der Soundtrack ist eine passende Ergänzung zu den Grafiken.

Perspektive & Kamerasteuerung

Silent Hill 4 - The Room, das vierte Spiel aus der Reihe "Silent Hill" von Konami, das im Jahr 2004 erschien, ist ein klassisches Horrorspiel. Es ist zwar nicht so realistisch wie Allison Road, doch es wartet mit beeindruckenden auf Effekte wie das Schwenken der Kamera, durch die es so wirkt, als wäre der Spieler selbst die Hauptfigur und würde die Situation am eigenen Leib erfahren. Gesichter, die in den schmutz- oder blutverschmierten Wänden der Wohnung gefangen scheinen, Wände, die auf einmal anfangen zu bröckeln, um etwas im Hintergrund zu offenbaren. Gut, die Grafiken sind etwas veraltet, aber das machen der ungleichmäßige Schnitt und bestimmte Kameraeffekte wie grelle, schnell aufblitzende Lichter wieder wett. Auch das Schlüpfen in andere Rollen kann einem schon mal einen Schauer über den Rücken jagen. Friday the 13th ist ein Third Person Horror und Survival Game (2017), das auf den Filmen basiert, bei denen der berüchtigte Killer Jason Voorhees sein Unwesen treibt. Zum ersten Mal bietet das Spiel, das in diesem Jahr erschien, die Möglichkeit, den Killer selbst zu spielen. Dadurch wird dem Spieler eine neue Perspektive ermöglicht. Das Gruselige ist dabei, selbst der Killer zu sein.

Fazit

Es gibt eine große Auswahl von guten Horrorspielen, die einen schon einmal zum Gruseln bringen und unterhaltsam zu spielen sind. Papa Sangre bringt einen neuen Aspekt zum Horrorgenre, der mit Sicherheit den einen oder anderen Spielehersteller aufmerksam gemacht hat. Bei Horrorspielen haben Macher die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Ob sie mit Rollenspielen, Ängsten, der Vorstellungskraft, Grafiken, Licht und Schatten oder Geräuschen dem Spieler einen Schauer über den Rücken jagen, bleibt ganz unserer eigenen Vorstellung überlassen.

Redaktionelle Referenzen und Quellen:

  1. Somethin Else: Content & Audience Marketing Unternehmen
  2. International Mobile Gaming Awards: PAPA SANGRE
  3. Betway Online-Casino: iGaming-Anbieter (Automatenspiele)
  4. Computerbild.de: Horrorspiel Review - Allison Road
  5. Silent Hill: Videospiel-Sammlung

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