Warum ist die Entscheidung für eine Weltreise so schwierig?

*Gastbeitrag von Travelicia*

 

Soll ich oder soll ich nicht?

Ich kenne das Problem selbst:

Warum tut man sich so schwer sich für eine Weltreise oder längere Backpackingreise zu entscheiden von der man doch eigentlich so sehr träumt?

Ich glaube es liegt oft daran, dass wir zu viele Möglichkeiten haben.

Die Qual der Wahl

Noch nie vorher hatten die Menschen so viele mögliche Optionen ihre Träume einfach zu verwirklichen wie heute.

Das klingt doch zunächst gut! Tatsächlich überfordern uns die Alternativen jedoch und wir können uns nicht entscheiden.

Man hadert mit dem Gedanken ob eine andere Option nicht doch die bessere oder vernünftigere wäre:

  • Beziehung oder Reisen?
  • Kinder oder Reisen?
  • Karriere oder Reisen?
  • Freiheit oder Sicherheit?
  • Freiheit oder Beziehung?
  • Karriere oder Kinder?
  • Studium oder Reise?

Je mehr Alternativen desto schwieriger wird es und desto höher sind die Erwartungen an die ausgewählte Option.

Am liebsten will man eine “All-in” Lösung. Sobald man sich für eine der beiden Optionen entscheidet verzichtet man auf die andere.

Und davor hat man Angst und fällt lieber gar keine Entscheidung. Man bleibt aber weiter unzufrieden.

Würde man Reisen ganz klar die Priorität Nr. 1 einräumen könnte man alle daraus resultierenden Probleme lösen. Stattdessen nennt man diese kleinen Probleme als Grund sich nicht zu entscheiden.

 

Was hilft für die Entscheidung?

1. Erkenne Dein Problem

Man muss sich bewusst werden das man ein Problem hat.

“Aber Du hast doch alles in Deinem Leben. Sei doch zufrieden.” Stimmt, aber Du hast trotzdem ein Problem und das musst Du ernst nehmen.

Ja, es ist ein Luxusproblem. Man ist in der glücklichen Lage zuviel Auswahl zu haben. Und damit bist Du nicht alleine.

2. Es ist nicht Reisen alleine

Erkenne das Reisen, Job, Beziehung, Familie viel enger miteinander verbunden sind als Du glaubst.

Würde nur Reisen Dich bis an Dein Lebensende glücklich machen?

Irgendwann brauchst Du wieder eine Aufgabe, eine neue Herausforderung, Geld, eine Beziehung. Reisen ist also ein Faktor von vielen im Lebenskonstrukt.

3. Du musst nicht verzichten

Sieh es positiv dass Du zuviel willst. Träume treiben einen an. Schlimmer wäre Du wüsstest überhaupt nicht wozu Du Lust hast.

Viel zu wollen heisst nicht zwingend das man auf etwas verzichten muss. Man muss es nur geschickt aufteilen oder versuchen zu verbinden. Dafür ist Kreativität gefragt.

Interessanterweise kommt man gerade auf Reisen auf solche Ideen. Warum? Man trifft andere mit solchen Lebenskonzepten, man bekommt einen anderen Blickwinkel, wird kreativ und mutig.

4. Träume aufteilen

Life is a journey, not a destination.

Das Leben verläuft phasenweise. Teile alles was Du gerne machen möchtest in Lebensabschnitte auf (vielleicht erstmal auf die nächsten 5 bis 10 Jahre).

So kannst Du viele Interessen die im Konflikt miteinander stehen ausleben: mit dem Rucksack durch Australien, Elternzeit nehmen, im Beruf durchstarten, mit dem VW Bus durch Europa touren, Dich im Tierschutz engagieren, ein Buch schreiben, eine Weltreise machen. Vieles geht nacheinander, gleichzeitig oder später wieder.

Starte mit dem wo Du JETZT Lust zu hast und gib diesem Vorhaben die Priorität Nr. 1. In diesem Fall Reisen. Du weisst Wunsch xy wirst Du auch noch realisieren. Nur später.

5. Träume verbinden

Kinder bedeuten nicht zwangsläufig Ehe, Haus und Zwänge. Auch der Beruf bedeutet nicht nur Pflicht oder Zwang.

Berufe kann man mit Reisen und Auslandsaufenthalten kombinieren.

Oder man wandert alle 3 bis 4 Jahre mit seinem Partner in ein anderes Land aus, arbeitet von dort und lernt einen neuen Kontinent kennen.

Oder man arbeitet ortsunabhängig.

6. Nichts ist endgültig

Mache Dir klar dass keine Entscheidung entgültig ist: Du kannst Dein Leben jederzeit wieder in eine andere Richtung lenken.

Es ist sogar sehr wahrscheinlich dass sich Deine Prioritäten im Laufe des Lebens nochmal ändern, Du bekommst neue Ideen und erfindest Dich immer wieder neu. So bleibt es auch abwechslungsreich.

7. Ursache rausfinden

Es gibt auch den Fall, dass Deine Reiselust eine ganz andere Ursache hat als das Reisen selbst.

Du willst aus Deiner Beziehung raus? Dein Job macht Dich nicht glücklich?

Was reizt Dich am Gedanken des Reisens? Abwechslung? Freiheit? Wo kannst Du das sonst auch in Dein Leben einbauen?

Und wenn es wirklich das Reisen selbst ist sollte man versuchen es mit dem Job zu verbinden.

 

Fazit?

Wenn ich reise bin ich glücklich.

Das dafür aber noch andere Faktoren mitverantwortlich sind darf man nicht vergessen. Man sollte sich also Gedanken zu seinem gesamten Lebensentwurf machen.

Job, Familie, Freunde, Beziehung und was einem sonst noch wichtig ist im Leben spielen eine wichtige Rolle. Träume aufteilen oder verbinden hilft.

Um diese Elemente miteinander zu verbinden oder alle unterzubringen muss man Lebenskünstler, auch Lifestyle Designer genannt, werden. Lifestyle Designer wird man mit viel Kreativität und indem man sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen beeinflussen lässt die eine bestimmte Lebensweise vorgeben.

 

Über Felicia:

felicia hargarten

Feli kommt aus Berlin und ihre größte Leidenschaft ist Reisen. Auf ihrem Blog Travelicia teilt sie ihr gesammeltes Wissen zur Organisation von Backpacking und Weltreisen, Digitales Nomadenleben und wie man sonst noch Reisen und Arbeiten verbinden kann.

Auf Travelicia erfahrt ihr ausserdem wie man Reisen in verschiedenen Lebenssituationen einbauen kann.  Mittlerweile hat Feli  über 10 Jahre Erfahrung als Backpackerin und 32 Länder auf 5 Kontinenten bereist. Feli liebt das Gefühl flexibel und “unterwegs” zu sein. Ihr Lifestyle ist minimalistisch. Einer ihrer Träume ist die Eröffnung eines Hostels mit eigenem Boot. Live your travel dream!

 

Wie hast du deine Entscheidung für eine Weltreise getroffen? Oder kämpfst du noch damit? Wenn ja, warum? Was hält dich ab?

 

(Photo CC: http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0)


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