Warum ich mich nur noch mit Seife wasche

Diesen Sommer ist er immer prominenter in den Medien: Der Klimawandel. Dank des Hitzesommers hat es das Thema endlich wieder in die Schlagzeilen geschafft. Doch für wie lange? Und was hat das damit zu tun, dass ich mich nur noch mit Seife wasche? Die Antwort gibt es jetzt hier.

Laut Donald Trump ist der Klimawandel nur eins: Fake News. Doch wie so vieles was der amerikanische Präsident sagt und denkt, ist auch das einfach nur falsch. Dieser Sommer ist das perfekte Beispiel. Natürlich gab es auch früher schon heiße Sommer. Das will ja niemand bestreiten. Auffällig ist nur die Häufung der extremen Wetterphänomene. Hitze, Starkregen, Stürme. Also ich kann mich nicht erinnern, dass das früher so schlimm war. Statistiken bestätigen mein Gefühl und besagen das Gleiche. Ein Hitzerekord jagt den nächsten.

Ein weiteres Thema, das es dieses Jahr endlich mehr in die Schlagzeilen geschafft hat: Die Verschmutzung unserer Meere und die Massen an Plastik, die in unseren Meeren landen und sich dort sammeln oder das Ende vieler Tiere bedeuten, weil sie Plastik mit Futter verwechseln und elend daran zu Grunde gehen. Eine Schande! Inzwischen gibt es einige Initiativen, die den Plastikmüll wieder aus unseren Meeren entfernen. Besser ist es aber, ihn erst gar nicht entstehen zu lassen.

Wir müssen endlich lernen besser mit unserem Planeten umzugehen! Wir müssen nachhaltiger leben, um die Erde weniger zu belasten. Es gibt nur diese eine Erde und die wirtschaften wir Menschen mit unserem Verhalten derzeit Stück für Stück kaputt. Es wird Zeit zu handeln, sonst wird irgendwann der Planet so mit uns umgehen, wie wir aktuell mit ihm: Gnadenlos!

Photo by Dustan Woodhouse on Unsplash

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Was tun? Bei sich selbst anfangen!

Nun kann man natürlich sagen: Ja, das ist ja alles schön und gut, aber was kann ich da bewirken? Das ist schon richtig. Nur einer allein ist natürlich machtlos, wenn alle anderen weiter machen, wie bisher. Aber irgendwer muss ja mal anfangen und ein gutes Vorbild sein. Und je mehr Menschen nach und nach mitmachen, desto besser. Ja, es ist schwierig von heute auf morgen komplett auf Plastik und anderes Verpackungsmaterial zu verzichten. Zumal es einem die deutschen Supermärkte nicht gerade leicht machen. Gerade erst gestern stand ich in der Obst- und Gemüseabteilung hatte die Wahl zwischen unverpackten Äpfeln aus Übersee (Chile, Südafrika) und verpackten Äpfeln (im 4er-Pack) aus Deutschland. Quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Was ich tue? Ich versuche immer mehr ohne Verpackungsmüll zu kaufen. Obst und Gemüse möglichst auf dem Markt oder unverpackt im Supermarkt. Getränke lieber aus der Glasflasche, als aus der Einweg-PET. Fleisch lieber vom Metzger nebenan. Unabhängig davon, dass das weniger Müll bedeutet, bedeutet lokales Einkaufen auch kürzere Transportwege und auch das ist gut für die Umwelt. Ist das immer einfach? Nein. Lohnt es sich? Ja!

Was hat das nun mit der Seife zu tun?

Auch im Badezimmer versuche ich immer mehr den Verpackungsmüll zu vermeiden und dort auf Nachhaltigkeit zu achten. Ich hatte schon lange mit Haarseifen geliebäugelt, aber hatte im Angst, dass meine Haare dadurch total trocken zu strohig werden. Überzeug hat mich dann letzten Endes, als ich erfuhr, dass es nicht nur Seifen, sondern auch Conditioner in fester Form gibt. Da ich bisher immer Shampoos und Spülungen verwendet hatte, um meine Haare zu pflegen, war das für mich ein muss.

Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Meine Haare sehen nicht nur nicht so schlimm aus, wie ich gedacht hätte, sondern sogar deutlich besser als vorher. Ich muss auch dazu sagen, dass ich bereits davor schon immer Shampoo ohne Silikone etc. benutzt hatte. Daher war der Umstieg vermutlich nicht ganz so hart. Inzwischen möchte ich meine Haare gar nicht mehr anders waschen. Ich tue Gutes für die Umwelt, ich spare Platz im Bad und vor allem auf Reisen und meine Haare sehen sogar besser aus als zuvor. Besser geht es ja fast gar nicht.

Photo by Viktor Vorgacs on Unsplash

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Inzwischen verwende ich Seife nicht nur für meine Haare und seit ich die Augen danach aufhalte, habe ich auch immer mehr Anbieter entdeckt. So ist es auch keine Ausrede mehr, dass man besondere Anforderungen an die Seife hat, die nur ein Shampoo erfüllen kann. Haarseifen gibt es für alle möglichen Haartypen und für verschiedenste Anforderungen (dickes / feines Haare, lockiges / glattes Haar oder auch besonders trockenes oder fettiges Haar).

Ich bin im Bad inzwischen fast komplett von meiner früheren Routine abgekommen und verwende auch Seifen für die Dusche und zur Reinigung meines Gesichts. Ganz neu in meiner Sammlung ist jetzt auch das feste Deo von Lush. Es funktioniert im Prinzip wie ein Deo-Stick, nur ohne die lästige Verpackung. Ob es wirklich hilft, kann ich euch aber leider noch nicht zu 100% sagen, da ich es erst seit wenigen Tagen verwende.

Nicht nur reden, sondern machen

Was ich mit diesem Beitrag eigentlich sagen will: Wir müssen endlich begreifen, dass das Wohl unseres Planeten von jedem einzelnen abhängt. Unser Verhalten und unser Konsum haben Einfluss auf diesen Planeten. Je mehr Menschen das bald begreifen, desto besser. Ich weiß, dass ich selbst erst ein paar wenige Schritte unternommen habe. Ich bin weit davon entfernt ein Vorbild in Sachen „Verpackungsfrei leben“ zu sein.

Vieles, das gut für unseren Planeten ist, erfordert Einsatz und ist im Alltag vielleicht nicht so leicht umzusetzen. Aber es lohnt sich. Vor allem gibt es aber auch Dinge, die man ganz einfach tun kann –  wie z.B. Seife statt Shampoo zu verwenden, oder eine Tasche zum Einkaufen mitzunehmen und auf Papier- oder gar Plastiktüten zu verzichten. Wir können darauf achten im Supermarkt regionale Produkte einzukaufen oder sogar auf dem Markt bei lokalen Händlern einkaufen. All das macht uns das Leben nicht wirklich schwerer und um ehrlich zu sein ist ein Einkauf auf dem Markt häufig sogar günstiger, als im Supermarkt.

Was meint ihr? Packen wir’s an! 🙂

Titelbild: © Photo by Kristina Balić on Unsplash